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So könnte Werder gegen Leipzig spielen
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Hoffen auf Rashica und Eggestein

wkf 20.09.2019 4 Kommentare

(nordphoto)

Die Einheit war schon fast vorbei, als ein gellender Schrei auf dem Trainingsplatz ertönte. Niclas Füllkrug lag am Boden, nachdem er in einem Zweikampf mit Benjamin Goller kollidiert war. Knie auf Knie, wie es in der Fußballersprache so schön heißt, ein deftiger Zusammenprall also. Füllkrug wurde humpelnd vom Platz geführt und anschließend von Physiotherapeut Holger Berger im Golfcart in die Kabine kutschiert.

Als kurz darauf Schluss war, eilte Florian Kohfeldt direkt in die Kabine, vermutlich auf schnellstem Weg zu seinem angeschlagenen Stürmer. Kohfeldt, der sonst jeden Foto- oder Autogrammwunsch erfüllt, vertröstete die Fans: „Heute nicht", sagte der Trainer und sah dabei nicht besonders glücklich aus. Er ahnte Böses, und die Diagnose am Abend fiel niederschmetternd aus: Füllkrug hat einen Riss des vorderen Kreuzbandes und einen Außenmeniskusriss im linken Knie. Er fällt viele Monate aus. Gegen Leipzig muss Kohfeldt nun improvisieren, Josh Sargent dürfte ins Sturmzentrum rücken.

Eggestein auf der Sechser-Position

Immerhin gibt es auch gute Nachrichten das Personal betreffend. Bei Milot Rashica, der am Donnerstag noch frühzeitig das Training abgebrochen hatte, gab Kohfeldt grünes Licht. Der Flügelstürmer dürfte direkt wieder in der Startelf stehen und mit Johannes Eggestein sowie - im besten Fall - Füllkrug einen Dreiersturm bilden. Genauso dürfte Maximilian Eggestein, der nach seiner Rückenverletzung das Abschlusstraining überstand, von Beginn an auflaufen. Aufgrund der Sperre von Nuri Sahin wird er dringend im defensiven Mittelfeld benötigt. Philipp Bargfrede kehrt zwar ebenfalls in den Kader zurück, ist laut Kohfeldt aber noch kein Thema für die Startelf. Mit Eggestein auf der Sechser-Position könnten Davy Klaassen und Leonardo Bittencourt als Achter agieren.

Kaum Alternativen gibt es weiterhin in der Abwehr. Marco Friedl, der am Donnerstag etwas früher mit dem Training aufgehört hatte, konnte am Freitag problemlos mitmachen. Die Viererkette dürfte also genauso aussehen wie gegen Union Berlin: Friedl, Christian Groß, Theo Gebre Selassie und Michael Lang. Besonders auf die Bremer Defensive kommt gegen den Tabellenführer Leipzig Schwerstarbeit zu. „Es ist ein Spiel, in dem du weißt, dass du Stress auf dem Platz haben wirst, weil Leipzig von der ersten Sekunde an unglaublich hohes Tempo geht. Da musst du sofort brutal wach sein", sagt Kohfeldt.

Der Plan, wie sich Bremen gegen Leipzig wehren will, klingt so simpel wie einleuchtend: „Das Tempo verhindern. Wir müssen verhindern, dass sie in Tempoaktionen kommen", sagte Kohfeldt. Und er gab zu: „Das wird sehr schwer. Sie sind eine Klasse besser als vergangenes Jahr." Die Favoritenrolle hat Leipzig, der erwartbare Ausgang der Partie wäre also, dass Werder das Spiel verliert. Aber, betonte Kohfeldt, „wir stehen dafür, dass wir nicht immer das Erwartbare machen".


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