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Kapino über sein großes Ziel
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„Ich möchte irgendwann die Nummer eins sein“

(wkf) 11.07.2019 4 Kommentare

(nordphoto)

Es war ein guter Sommer für Stefanos Kapino, das lässt sich jetzt schon sagen. In der spielfreien Zeit hat der Torwart seine Freundin Mirketa geheiratet und am Mittwoch gab Werder nun bekannt, dass Kapinos Vertrag verlängert wurde. „Ich hoffe, dass es so gut weitergeht“, sagte der 25-Jährige in einer Medienrunde und lachte. Damit dieser Fall eintritt, müsste Kapino künftig wohl regelmäßig spielen. Der Grieche weiß die Situation im Bremer Tor aber richtig einzuschätzen: „Natürlich möchte ich irgendwann die Nummer eins bei Werder sein, aber Jiri Pavlenka bringt gute Leistungen. Es gibt keinen Grund, ihn rauszunehmen.“

Kapino kam vor einem Jahr vom englischen Zweitligisten Nottingham Forest nach Bremen, war anfangs lange verletzt und bestritt bislang erst ein Bundesliga-Spiel für Werder, weil Pavlenka unumstritten ist. Dennoch hat der Verein großes Vertrauen in den Griechen, was er nun durch die vorzeitige Vertragsverlängerung dokumentierte. Details zum Kontrakt gab Werder wie üblich nicht bekannt. Kapinos alter Vertrag wäre aber wohl im kommenden Jahr ausgelaufen, sodass der Torwart nun die Gewissheit hat, dass der Verein längerfristig mit ihm plant. „Als ich gekommen bin, wusste ich, dass ich die Nummer zwei sein werde“, sagte Kapino. „Das ist nicht einfach, aber der Klub gibt mir Vertrauen. Und die Atmosphäre in der Mannschaft ist gut.“

Er genieße die Zeit bei Werder, unterstrich der neunfache griechische Nationalspieler. Mannschaftsintern ist Kapino bereits als Spaßvogel bekannt. Auf dem Platz arbeitet er hart. „Da will jeder der Beste sein“, betonte Kapino. Er habe schon viel gelernt und habe mit Christian Vander einen der besten Torwarttrainer, die er kenne. Besonders an das Tempo in der Bundesliga musste sich der Grieche gewöhnen. „Der Torwart muss das Spiel enorm schnell machen, auch mit dem Fuß. In dem Bereich werde ich jeden Tag besser“, erzählt er.

Und was den Status als Nummer eins angeht, setzt Stefanos Kapino auf den Faktor Zeit: „Ich bin erst 25 und nicht 35. Ich werde meine Chancen bekommen.“ Mit Stammkeeper Pavlenka sei er abseits des Platzes gut befreundet, sagte Kapino. Aber natürlich weiß er, dass seine Stammplatzaussichten rapide ansteigen würden, wenn Pavlenka zu einem anderen Klub ginge. „Ich möchte in Zukunft die Nummer eins werden“, sagte Kapino und fügte grinsend hinzu: „Die Zukunft beginnt, wenn Jiri den Verein verlässt.“ Das könnte allerdings noch eine Weile dauern, denn Pavlenka hat kürzlich ebenfalls betont, wie wohl er sich in Bremen fühle.


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