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Bargfrede fühlt sich bereit für die Startelf
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„Ich möchte wieder wichtig sein“

(wkf) 09.10.2019 1 Kommentar

Philipp Bargfrede fiel nach einer Knie-Operation lange aus.
Philipp Bargfrede fiel nach einer Knie-Operation lange aus. (nordphoto)

Es war der 10. März, ein Freitagabendspiel unter Flutlicht. Werder schlug Schalke im Weserstadion mit 4:2, und Philipp Bargfrede stand zum bislang letzten Mal in der Startelf. Danach hieß es erst, der defensive Mittelfeldspieler falle mit Oberschenkelproblemen aus, dann musste er sich einer Knie-Operation unterziehen. Eine Entzündung sei dadurch behandelt worden, erläuterte Bargfrede am Mittwoch in einer Medienrunde. Mehr als ein halbes Jahr nach dem Schalke-Spiel ist seine Leidenszeit beendet. Gegen Leipzig und Frankfurt wurde Bargfrede bereits eingewechselt, jetzt fühlt er sich bereit dafür, auch wieder in der Startelf zu stehen. „Ich möchte wieder wichtig sein, ich möchte wieder spielen“, betonte der 30-Jährige.

Bargfrede kennt diese Verletzungspausen wie kein zweiter Werder-Profi. Er fiel in seiner Karriere regelmäßig für längere Zeit aus. Wenn die Verletzung überstanden war, hat er zumeist sehr schnell wieder gespielt, doch dieses Mal trat Trainer Florian Kohfeldt auf die Bremse, wollte das Werder-Urgestein langsam heranführen. Bargfrede sagte dazu: „Klar, dass man unruhig ist, wenn man nicht sofort spielt. Als Fußballer will man immer sofort spielen.“ Er hätte also gerne schon eher mehr Spielzeit bekommen, musste aber geduldig sein.

Guter Test gegen St. Pauli

Demnächst könnte sich diese Geduld auszahlen. Für das anstehende Heimspiel gegen Hertha BSC am 19. Oktober sei Bargfrede ein Startelfkandidat, erklärte Kohfeldt kürzlich. Bargfrede selbst sagt, dass ihm das bisherige Training gut getan habe. Am Freitag steht noch das Testspiel beim FC St. Pauli an, in dem er Spielpraxis sammeln kann. „Das ist ein guter Test, um zu sehen, wie weit ich bin. Die Tendenz geht dahin, dass ich länger spielen kann. Für mich geht es jetzt darum, wieder ein gutes Fitness-Level zu bekommen. Dann hoffe ich auf die Chance, wieder von Anfang an ran zu dürfen.“

Bargfrede will gegen die Hertha und danach am 26. Oktober in Leverkusen unbedingt dabei sein. Diese Partien würden zeigen, „wohin die Reise geht“, betonte er. „Da solltest du Siege einfahren.“ Gut möglich, dass Bargfrede dabei sogar als Startelfspieler mithelfen darf. Einen Abräumer wie ihn gibt es im Werder-Kader nur einmal. Bargfrede ist jetzt wieder voll einsatzbereit, an ein vorzeitiges Karriereende habe er ohnehin nie gedacht, unterstrich er. „Das Ziel ist es, die nächsten Jahre beschwerdefrei zu spielen.“


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