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Nach Comeback in der U23
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Johannssons nächster Anlauf

Malte Bürger 23.03.2019 0 Kommentare

(nordphoto)

Es hätte direkt die nächste märchenhafte Rückkehr werden können. Erst kürzlich war es Fin Bartels gelungen, bei seinem Comeback ein Tor für Werders U23 zu erzielen, nun schien es ihm Aron Johannsson nachzumachen. Elf Monate hatte der US-Stürmer gefehlt, Sprunggelenksprobleme zwangen ihn zur Pause. Am Sonnabend nun absolvierte er sein erstes Pflichtspiel seit dem 21. April 2018 – und traf nach wenigen Sekunden direkt ins Netz. Allerdings hatte er im Abseits gestanden, das Tor zählte nicht. Werders U23 landete in der Regionalliga Nord dennoch einen 3:1 (1:0)-Pflichtsieg gegen Schlusslicht Lupo Martini Wolfsburg, wenngleich dieser äußerst kurios zustande kam.

Kapitän Christian Groß war es, der die Bremer per Elfmeter in Führung brachte (17.), ehe Timon Hallmann für die Gäste ausglich (50.). Aron Johannsson blieb in dieser Zeit weitgehend unauffällig, aber das stand auch gar nicht im Vordergrund. „Meinem Körper geht es gut, also ist alles gut“, sagte der Angreifer, der nach 61 Minuten ausgewechselt wurde. „Wolfsburg hat sehr tief gestanden hat, dadurch musste ich mir die Bälle weiter hinten abholen. Ich hatte einige gute Aktionen, habe aber vielleicht ein paar Bälle zu viel in die Weser geschossen.“ Johannsson lachte, als er über seine beiden Fehlschüsse sprach, die weit am Tor vorbeigeflogen waren. Dieser Scherz dokumentierte sehr gut, dass er nach seiner monatelangen Leidenszeit nun wieder Spaß bei der Arbeit hat. Langfristige Ausfälle kennt er nur zu gut. Seit Sommer 2015 steht er in Bremen unter Vertrag, seither brachte er es gerade einmal auf 29 Pflichtspiele. Nun also gibt es den nächsten Anlauf.

Und seine Stimmung wurde noch besser, als er von der Bank aus die Schlussphase anschaute. Die Ereignisse überschlugen sich dabei förmlich. In der 76. Minute erhielt Werder erneut einen Strafstoß zugesprochen, trotz aller Proteste des Gegners hatte Schiedsrichter Patrick Schwengers ein Handspiel gesehen. Groß trat erneut an, scheiterte dieses Mal aber an Keeper Marius Sauss. Nur 60 Sekunden später sah Wolfsburgs Noe Baba dann die Gelb-Rote Karte, ehe Werder weitere zwei Minuten danach den dritten Elfmeter erhielt. Dieses Mal verwandelte Jonah Osabutey sicher (79.), Kevin Schumacher erhöhte noch auf 3:1.

Und so war es am Ende ein schöner Nachmittag geworden – für Werders U23, vor allem aber für Aron Johannsson. Zumal der 28-Jährige noch etwas vorhat diese Saison. „Ich möchte da drüben spielen“, sagte er und deutete aufs Weserstadion. „Dafür muss ich einfach gute Leistungen im Training zeigen und das Trainerteam überzeugen. Ich habe immer gezeigt, dass wenn ich spiele, ich Tore machen, vorbereiten und gute Leistungen zeigen kann. Ich hoffe, dass ich so schnell wie möglich im Kader stehe.“ Im Sommer läuft Johannssons Vertrag aus, wie es für ihn weitergeht, ist noch unklar. „Wir haben schon gesprochen, aber das Ziel war immer, dass ich fit werden muss“, sagte er. „Den Rest sehen wir dann.“


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