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Wie Kohfeldt mit dem Kapitän plant
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Moisanders Comeback dauert noch

Jean-Julien Beer 08.10.2019 7 Kommentare

Kaum zu ersetzen: Abwehrchef Niklas Moisander fehlt Werder nun schon seit dem dritten Spieltag.
Kaum zu ersetzen: Abwehrchef Niklas Moisander fehlt Werder nun schon seit dem dritten Spieltag. (nordphoto)

Werder wartet weiter auf die Rückkehr von Abwehrchef Niklas Moisander (34). Der Kapitän hatte sich in der ersten September-Woche beim Auslaufen nach dem Testspielsieg gegen Hannover 96 (1:0) einen Faserriss in der Wade zugezogen. Die Genesung verläuft schleppend. Moisander verpasste bereits die Spiele bei Union Berlin, gegen Leipzig, in Dortmund und nun in Frankfurt. Er konnte Werder bisher nur in den ersten drei Saisonspielen helfen, sein letzter Einsatz war beim 3:2-Heimsieg gegen den FC Augsburg.

Wann Moisander zurückkehre, sei schwierig zu sagen, erklärt Florian Kohfeldt nun auf Nachfrage des WESER-KURIER. „Ich glaube nicht, dass wir ihn diese Woche im Training oder im Testspiel am Freitag gegen St. Pauli sehen“, sagt Werders Cheftrainer, „das wäre aus meiner Sicht unvernünftig. Denn er war bisher noch nicht am Ball.“

Moisander und Toprak wären gesetzt

Moisanders Verletzung datiert aus der letzten Länderspielpause. Inzwischen sind die Nationalteams schon wieder unterwegs, Werders Abwehrchef konnte aber noch immer nicht wieder mit der Mannschaft trainieren. Kohfeldt hofft nun „auf die Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen Hertha“, also die kommende Woche, „das wäre mein Ziel, dass Niklas dann wieder ins Training einsteigt“. Ob oder wann Moisander nach einem erfolgreichen Einstieg ins Mannschaftstraining wieder ein Kandidat für ein Bundesliga- oder Pokalspiel ist, müsse man abwarten und von den Trainingseindrücken abhängig machen, betont Kohfeldt.

Vorsicht ist dabei sicherlich geboten, wie gerade die zu frühen Comeback-Hoffnungen bei Ömer Toprak zeigten, dessen Wadenprobleme nach wochenlanger Pause im Abschlusstraining vor dem Spiel in Frankfurt wieder bemerkbar wurden  und so einen Einsatz des Neuzugangs erneut verhinderten. Sind beide gesund, spielen beide auch. Als Führungsspieler sind Moisander und Toprak für Kohfeldt in der Abwehr „absolut gesetzt“. In dieser Saison standen sie aber noch nie 90 Minuten gemeinsam auf dem Feld.

Keiner ist besser in der Spieleröffnung

Immerhin: Unnötigen Druck muss sich Moisander nicht machen. Seit seinem Ausfall wird er von U23-Kapitän Christian Groß bestmöglich vertreten. „Grosso hat das auch in Frankfurt wieder gut gemacht“, lobt Kohfeldt. Auch Milos Veljkovic gelang in der Verteidigung ein ordentliches Comeback nach seiner monatelangen Pause wegen einer Zehen-Operation, nur bei eigenem Ballbesitz wurde die fehlende Spielpraxis deutlich. Hier würde ohnehin keiner besser helfen als Moisander: Er ist mit Abstand der stärkste Bremer Abwehrspieler in Sachen Spieleröffnung. Doch dazu muss sein Muskel wieder komplett belastbar sein.


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