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20 Jahre in Folge Bundesliga-Torschütze
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Pizarros unglaubliches Jubiläum

(mw) 05.03.2018 1 Kommentar

39 Jahre - und kein bisschen müde: Claudio Pizarro.
39 Jahre - und kein bisschen müde: Claudio Pizarro. (nordphoto)

Die Karriere eines gewöhnlichen Fußballprofis dauert vielleicht 15 Jahre, möchte man meinen. Auf wirklichem Top-Niveau agieren die meisten Spieler dabei vielleicht für zehn Jahre. Claudio Pizarro aber, das weiß man in Bremen am besten, ist kein gewöhnlicher Spieler. Der Peruaner, mittlerweile in Diensten des 1. FC Köln, erzielte am Sonntag in bester Schlitzohr-Manier das 1:0 der Domstädter gegen den VfB Stuttgart: Frühzeitig auf den Ballgewinn der Mitspieler positioniert, den Sprint in den freien Raum angezogen und überlegt abgeschlossen. Ein besonderer Treffer: Der 39-Jährige kann nun von sich sagen, in den letzten 20 Kalenderjahren jeweils mindestens einmal in der Bundesliga getroffen zu haben. 

Pizarros Geschichte begann noch im alten Jahrtausend: 1999 aus Peru von Allianza Lima an die Weser gekommen, trumpft der Torjäger in seinem ersten Heimspiel bereits groß auf. Werder gewann damals 5:0 gegen Kaiserslautern, der Kapitän auf Bremer Seite damals hieß Dieter Eilts. Es sollte der Anfang einer starken Saison für Pizarro, vor allem aber der Beginn einer großen Karriere sein: 192 Bundesligatore hat der Routinier bis heute erzielt. In der ewigen Bestenliste steht Pizarro damit auf Rang fünf – bei den Profis aus dem Ausland unangefochten an der Spitze.

Nur eine Saison fehlt Pizarro, um nicht nur jedes Jahr, sondern auch wirklich jede Spielzeit erfolgreich gewesen zu sein: Zwischen seinen erfolgreichen Stationen in Bremen (1999 bis 2001, 2008 bis 2012, 2015 bis 2017) und beim FC Bayern München (2001 bis 2007, 2012 bis 2015) versuchte der Angreifer sich eine Saison (2007/2008) beim FC Chelsea. In London wurde Pizarro zwar nicht glücklich – mit Toren im Hin- und Rückspiel gegen Birmingham City konnte sich der Peruaner aber zumindest auch in der Premier League in die Torjägerstatistik eintragen. 

Am kommenden Montag (20.30 Uhr) kommt Pizarro nun erneut als Gast ins Weserstadion – vielleicht ein letztes Mal. Während der FC Köln nach dem letzten Strohhalm im Abstiegskampf greift, möchte Pizarro sich auch für eine WM-Nominierung empfehlen: Die peruanische Nationalmannschaft konnte sich als Außenseiter für das Turnier in Russland qualifizieren.


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