Wetter: Nebel, 11 bis 16 °C
„Einige herausragende Paraden"
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Rückendeckung für Pavlenka

Christoph Sonnenberg 08.10.2019 5 Kommentare

(nordphoto)

Wenn Tschechien am kommenden Freitag in der Qualifikationsrunde für die Europameisterschaft gegen England spielt, wird Jiri Pavlenka vermutlich nur auf der Bank sitzen. Wieder mal, den Stammplatz zwischen den Pfosten besetzt Tomas Vaclik. Der 30-Jährige Schlussmann des spanischen Erstligisten FC Sevilla ist gesetzt, Pavlenka bleibt in seiner Heimat der Mann auf der Bank. Nur drei seiner zehn Länderspiele für Tschechien waren Pflichtspiele, die restlichen Freundschaftsspiele. Keine berauschende Bilanz für die nun mehr fünf Jahre, in denen Pavlenka für die Nationalelf nominiert wird. 

An seinen Leistungen für Werder kann es nicht liegen, Pavlenka ist wieder auf dem Weg zu seiner besten Form. Das Spiel in Frankfurt kann dafür als Beleg gelten. Nach 20 Minuten lenkte Bremens Torwart aus kurzer Distanz einen Schuss des Frankfurters Kamada mit der rechten Hand an die Latte, ein beeindruckender Reflex. Ebenso in der 46. Minute, als Pavlenka einen Kopfball Paciencias aus nur acht Metern von der Linie wehrte.

Lob vom Trainer und Sportchef

„Überragend!", sagte Florian Kohfeldt kurz und knapp zur Leistung seiner Nummer 1, um sein Urteil dann doch etwas aufzuführen: „In ganz vielen Dingen war er überragend. In der Raumverteidigung, er ist sehr präsent gewesen bei Flanken." Auf Torhüter hat Kohfeldt, als Spieler einst selbst Schlussmann, einen besonderen Blick. Sportchef Frank Baumann, bekanntlich kein Torwart sondern defensiver Mittelfeldspieler, kam zu einem ähnlichen Urteil: „Jiri hat einige herausragende Paraden geliefert, für mich war es ein richtig gutes Spiel."

Dass es doch Diskussionen um Pavlenka gab, lag an der Frankfurter Führung. Wieder war es ein Kopfball Paciencias, wieder wehrte Pavlenka den Ball ab – allerdings vor die Füße Silvas, der im Nachschuss traf. Streitpunkt war, ob Pavlenka den Ball hätte besser klären müssen. „Der Kopfball springt auf nassem Rasen vorher auf, den hält er„, sagt Baumann. „Vielleicht kann man den Ball weiter auf die Seite wehren, aber der war nicht einfach.“ Kohfeldt ist es „kein klarer Torwartfehler„. Stattdessen müsse man die Frage stellen, weshalb Silva so frei war: „Da kann man auch mit dem Stürmer mitlaufen.“


Bremen ohne Werder - das ist unvorstellbar! Und das Profiteam, das in der Bundesliga um Punkte und Tore kämpft, ist das Herzstück des Vereins. Auf dieser Seite gibt es News, Fotos und Videos rund um die Werder-Profis.