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Unerlaubte Glücksspielwerbung
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Verfahren gegen Werder eingeleitet

wkf 09.10.2019 1 Kommentar

Werder wurde über den Verstoß informiert.
Werder wurde über den Verstoß informiert. (nordphoto)

Werbung von Wettanbietern gibt es im Fußball reichlich, fast alle Bundesligisten haben Verträge mit Unternehmen aus der Sportwetten-Branche. Nun wurde gegen einige Klubs der 1. und 2. Bundesliga ein Verfahren eingeleitet, darunter auch Werder Bremen. Es geht um unerlaubte Werbung für Glücksspiel.

Nach einem Bericht der „ARD-Radio-Recherche Sport" hat die Bezirksregierung Düsseldorf dieses Verfahren in Kooperation mit 12 weiteren Bundesländern gegen mehrere Klubs angestrengt, neben Werder sind unter anderem auch Düsseldorf, Borussia Dortmund und Köln betroffen.

Werder hat bereits reagiert

Es geht darum, dass diese Anbieter nicht nur Sportwetten anbieten, sondern häufig auch Online-Casinos betreiben, was nach deutschem Recht verboten ist. „Die Vereine, denen häufig nicht bewusst ist, dass sie durch ihre Werbemaßnahmen auch die illegalen Online-Casino-Angebote der Sportwettveranstalter bewerben, werden im Rahmen des Verfahrens über die vorliegenden Verstöße informiert und aufgefordert, diese abzustellen", heißt es in einer Stellungnahme der Düsseldorfer Bezirksregierung zur Einleitung des Verfahrens.

Werder steht nach eigenen Angaben mit den Behörden im Austausch und hat bereits reagiert. „Wir wurden von der zuständigen Glücksspielbehörde wegen der konkreten Darstellung der Werbung für unseren Sportwetten-Partner kontaktiert„, sagt Mediendirektor Michael Rudolph. „Daraufhin haben wir die Darstellung angepasst. Unser Engagement bezieht sich grundsätzlich nur auf das Sportwetten-Segment unseres Partners. Das ist nicht illegal.“

Konstruktive Zusammenarbeit der Klubs

Als Konsequenz aus dem Verfahren müssen die Klubs wohl künftig Internet-Links, die zu den Anbietern illegaler Glücksspiele führen, entfernen. Andernfalls, so die Düsseldorfer Bezirksregierung, werde „der Erlass einer Untersagungsverfügung geprüft. Untersagungsverfügungen können mittels Zwangsgeld durchgesetzt werden“.

Dass es so weit kommt und Geldbußen verhängt werden, ist aber unwahrscheinlich. Die Behörde teilte mit, dass der Austausch mit den Klubs bereits zu konstruktiven Ergebnissen geführt habe.


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