Werder gibt Harnik für Relegation frei

Demnächst könnte es für Werder in die Relegation gehen, für den Hamburger SV ebenso. Vorher müssten einige Spielerverträge überarbeitet werden, Martin Harnik dürfte aber auf jeden Fall beim Erzrivalen bleiben.

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Martin Harnik spielt momentan für den Hamburger SV - und würde das auch in einer möglichen Relegation tun können.

Es ist ein Thema, das auch Werder betreffen könnte: Was passiert mit Spielern, deren Verträge am 30. Juni enden, die Saison dann aber noch nicht beendet ist? Erreichen die Bremer am Ende Platz 16, müssen sie die Relegation spielen. Beide Partien finden im Juli statt, am 2. und 6., also erst nach dem festgeschriebenen Vertragsende einiger Spieler.

Gespräche mit diesen Profis hat Werder noch nicht geführt. Betroffen ist unter anderem Kevin Vogt, dessen Leihvertrag am 30. Juni endet und der dann im Normalfall wieder bei Hoffenheim unter Vertrag steht. Grund für die Zurückhaltung ist laut Frank Baumann die Deutsche Fußball Liga (DFL). Er habe noch keine Gespräche geführt, sagte Baumann gerade dem „kicker„, „weil wir auf die Erstellung eines Musterarbeitsvertrags seitens der DFL gewartet gewartet haben“. Der liegt offenbar noch nicht vor.

Eine Frage des Fair-Play

Werder selbst wiederum will bei der Auslegung der Vertragslaufzeit äußerst großzügig agieren. Denn mit der Personalie Martin Harnik sind die Bremer im umgekehrten Fall betroffen. Werder hat Harnik für ein Jahr an den HSV verliehen, also bis zum 30. Juni. Auch der HSV könnte am Ende die Relegation um den Aufstieg spielen müssen – vielleicht sogar mit Werder als Gegner. Baumanns Entscheidung steht dennoch fest: „Wir haben mit dem HSV und Martin Harnik einen Leihvertrag für die Saison 2019/2020 geschlossen. Sollte der Verein in die Relegation gehen, würden wir Martin zur Verfügung stellen.„ Für ihn sei es eine Selbstverständlichkeit, Harnik nicht zurückzufordern, eine Frage des „Fair-Play“, wie Baumann es formulierte.

Gemeldet habe sich vom HSV noch niemand. Was vielleicht daran liegt, dass sie dort überzeugt sind, die Bundesliga auf direktem Wege zu erreichen. Baumann hat seine Absichten trotzdem klar formuliert, was vielleicht nicht ohne Hintergedanken passiert ist. Es könnte sein, dass Baumann sich diese Fair-Play-Regelung als mustergültig vorstellen kann und so bereits seine Bereitschaft zur Umsetzung signalisiert hat.

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