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Nachfolger für Steidten noch offen
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Werder stellt sportlichen Bereich neu auf

Jean-Julien Beer 18.09.2019 2 Kommentare

(nordphoto)

Rein sportlich traf die Nachricht den SV Werder im Frühsommer hart: Ligakonkurrent Bayer Leverkusen schnappte den Bremern ihren Kaderplaner Tim Steidten weg. Nach über zehn Jahren in der Scouting- und Kaderplanungsabteilung bei Werder konnte Steidten das sehr lukrative Angebot des Werksklubs nicht ablehnen, zumal dort sein langjähriger Freund und Vertrauter Simon Rolfes als Sportdirektor arbeitet; beide kennen sich aus ihren gemeinsamen Bremer Zeiten.

Die Transferphase in diesem Sommer war von Steidten noch in weiten Teilen vorbereitet worden, weshalb Werder nicht schon direkt im Juni einen Nachfolger für diese strategisch wichtige Position an der Seite von Sportchef Frank Baumann präsentierte. Zumal Baumann bei dieser Frage immer wichtig war, dass es ihm nicht um eine schnelle Nachfolge geht, sondern um ein inhaltlich und qualitativ tragfähiges Gesamtkonzept.

Baumann braucht gute Zulieferer

Möglich wäre zum Beispiel, die Aufgaben von Steidten auf verschiedenen Schultern zu verteilen. Baumann braucht natürlich weiterhin gute Zulieferer, die Kontakte zu potenziellen Neuzugängen knüpfen, Vorgespräche mit den Beratern führen und auch das Umfeld dieser Kandidaten durchleuchten. Baumann will die Gelegenheit nutzen, sich diesen Bereich im Verein noch einmal genau anzusehen und nach seinen Vorstellungen neu zu ordnen. Für eine neue Rolle gilt dabei der frühere Kapitän Clemens Fritz als möglicher Kandidat, zumal Werders Ehrenspielführer sein Trainee-Programm im Verein absolviert hat.

Doch auch mit anderen Kandidaten aus der Branche wird gesprochen, weil es für einen erfahrenen Ex-Nationalspieler wie Fritz auch noch andere Aufgaben im Verein geben könnte. Baumann will im Rahmen seiner Möglichkeiten das beste Gesamtpaket für Werder schnüren. Nachdem das Transferfenster nun geschlossen hat, forciert Baumann intern die Neustrukturierung dieses Bereiches, für den er am Ende die Verantwortung trägt, im Scouting wie auch bei der Kaderplanung - ähnlich wie Michael Zorc bei Borussia Dortmund. „Es ist noch keine personelle Entscheidung gefallen“, sagte Baumann am Montag zur Steidten-Nachfolge, weitere Gespräche stünden bis Ende des Monats noch aus. Eine zeitnahe Lösung deutlich vor dem Beginn der Wintertransferphase im Januar liegt dabei im Interesse aller Beteiligten.


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