Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach Werder droht Gefahr bei Kontern

Bremen. Am Sonnabend gegen Borussia Mönchengladbach (18.30 Uhr bei uns im Liveticker) erwartet Werder Bremen eine anspruchsvolle Aufgabe. Die "Fohlen" sind besonders auswärts sehr konterstark - und genau da waren die Grün-Weißen bislang sehr anfällig.
11.03.2011, 13:00
Lesedauer: 2 Min
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Bremen. Die Leistungen - und auch die Ergebnisse - der letzten Wochen haben Werder Bremen neuen Mut im Abstiegskampf gegeben. Neue Hoffnung hat aber auch der kommende Gegner Borussia Mönchengladbach geschöpft. Am Sonnabend gibt es das direkte Duell im Weserstadion (18.30 Uhr bei uns im Liveticker).

Im Winter war Gladbach noch abgeschlagen und schon fast abgeschrieben. Das hat sich in den letzten Monaten geändert. Die "Fohlen" haben in der Rückrunde bereits jetzt mehr Punkte geholt (12) als in der kompletten Hinrunde (10). Der neue Trainer Lucien Favre hat die Mannschaft deutlich stabilisiert. Und auch wenn es zuletzt zwei schmerzliche Niederlagen bei den Abstiegskonkurrenten St. Pauli und Wolfsburg gegeben hat, ist Gladbach auswärts gefährlicher als zu Hause.

Denn in fremden Stadien, gegen offensivere Heimteams, lässt Favre sein Team kontern. Gerade da waren die Grün-Weißen immer wieder sehr anfällig, kassierten jede Menge Gegentore nach eigenen Ballverlusten und schnellen Gegenzügen. Diese Gefahr droht auch am Sonnabend. "Sie werden nicht voll offensiv agieren",weiß Schaaf um die Taktik des Gegner, die auch für das eigene Spiel relevant ist: "Wir werden zwangsläufig wieder das Spiel machen müssen." Diese Rolle ist dem Werder-Trainer aber ganz recht: "Das ist etwas, das wir von uns selbst erwarten."

Das Selbstvertrauen ist zurück bei Werder, schon gegen Leverkusen und Freiburg setzten die Bremer spielerische Akzente und zeigten vor allem im Kombinationsspiel deutliche Fortschritte. "Wir haben uns gefährlicher gezeigt, was den Angriff angeht", sagt Schaaf, der nach einer guten Trainingswoche zuversichtlich ist: "Ich hoffe, dass das weiter Bestand hat.“

Duell der wackelnden Abwehrreihen

Aber auch in der Defensive zeigt Werder erste Lerneffekte. Mit 51 Gegentoren stellen die Bremer aber nach wie vor die zweitanfälligste Abwehrreihe der Liga. Schlechter ist nur der kommende Gegner: Die "Fohlen" kassierten bereits 59 Gegentore. Ein 0:0 wäre also eher ein Außenseitertipp.

Das Spiel gegen Gladbach ist das erste von noch sechs ausstehenden Duellen gegen direkte Mitkonkurrenten. "Sie müssen Punkte sammeln", weiß Schaaf um die Nöte des aktuellen Tabellenschlusslichts. Das gilt auch für Werder, wenn auch nicht mehr so dringlich wie noch in der Vorwoche. Doch winkt dem Team im Falle eines Sieges sogar der Sprung auf Rang elf - so gut standen die Bremer zuletzt nach dem 15. Spieltag. Damals hatte Werder 3:0 gegen den FC St. Pauli gewonnen, der bis heute zweithöchste Saisonsieg. Der höchste war ein 4:1 - auswärts, na klar: bei Borussia Mönchengladbach. (bb)

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