Werder Bremen gegen VfB Stuttgart Werder erkämpft sich Remis gegen Stuttgart

Bremen. Werder Bremen hat im Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart einen 0:2-Rückstand doch noch in ein Unentschieden verwandelt. Für Werder waren der eingewechselte Hugo Almeida (75.) und Torsten Frings per Foulelfmeter (81.) erfolgreich.
06.03.2010, 17:00
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Werder erkämpft sich Remis gegen Stuttgart
Von Daniel Stöckel

Bremen. Trainer Thomas Schaaf musste gegen die Schwaben in der Abwehr umbauen. Petri Pasanen war zwar am Freitag noch optimistisch („Das Fieber ist weg, es wird schon gehen.“), letztlich wurde er dann aber doch nicht rechtzeitig fit. Für den Finnen rückte Sebastian Prödl in die Innenverteidigung.

Trotz Knie-Problemen im Vorfeld der Partie begann Claudio Pizarro im Sturm der Grün-Weißen. Auch Tim Wiese konnte von Beginn an spielen, obwohl er das Abschlusstraining am Freitag nur unter Schmerzen beendete. Peter Niemeyer (Sprunggelenksverletzung) und Clemens Fritz (Oberschenkel-Probleme) fielen aus und auch Sebastian Boenisch und Philipp Bargfredewaren nicht dabei. Nachwuchsprofi Onur Ayik rückte dafür wieder in den Kader der Bremer und Torsten Frings war nach abgesessener Gelbsperre wieder dabei.

Rasen war rutschig

Nach knapp einer Viertelstunde konnten beide Mannschaften noch keine nennenswerten Torchancen für sich verbuchen. Allerdings hatte der ein oder andere Spieler auf rutschigem Rasen Probleme mit der Standfestigkeit. Zwar versuchte es Frings in der 14. Minute mit einem Schuss aus der halbrechten Position, eine Flanke in die Mitte wäre allerdings die bessere Idee gewesen.

In der 15. Minute krönten die Gäste ihren ersten nennenswerten Angriff direkt mit der 1:0-Führung. Hleb setzte sich im Zweikampf auf der linken Seite im Zweikampf durch und brachte den Ball zu Pogrebnyak , der aus kurzer Distanz keine Probleme hat, den Ball an Wiese vorbei im Bremer Tor unterzubringen. Es war das sechste Saisontor für Pogrebnyak.

Drei Minuten später stockte den Zuschauern im Weserstadion kurzzeitig der Atem. Abdennour rutschte unbedrängt weg und spielte Hleb den Ball vor die Füße, der daraus aber zum Glück für Werder kein Kapital schlagen konnte. Die Werder-Abwehr konnte abblocken.

Lehmann erst im Nachfassen

Im Anschluss bemühte sich Werder sichtlich, das Spiel unter Kontrolle zu bringen und Druck nach vorne zu machen. Eine Flanke fand Marin, dessen Kopfball allerdings kein Problem für den Stuttgarter Torwart Jens Lehmann war. Eine Unsicherheit leistete sich Lehmann dagegen in der 21. Minute, als er Naldos angeschnittenen Freistoß aus rund 30 Metern nicht festhalten konnte. Beim Nachschussversuch von Borowski war der VfB-Keeper dann aber wieder auf dem Posten.

Fünf Minuten später jubelten die Bremer nach dem vermeintlichen Ausgleichstreffer von Borowski, allerdings wurde das Tor wegen Abseits nicht anerkannt. Pizarro hatte Borowski per Kopf aufgelegt. Spätestens in der 30. Minute hätte der Ausgleich dann aber fallen müssen: Nach einer Kopfball-Vorlage von Özil nach Hunt-Flanke kam Pizarro fünf Meter vor dem Gästetor an den Ball, aber Lehmann verhinderte den Stuttgarter Rückstand mit einer Glanzparade.

Angefeuert von den grün-weißen Fans erhöhte Werder weiter den Druck. 35 Minute: Eine Flanke von Hunt landete bei Özil, der aus 16 Metern allerdings vergab.

Kurz danach hätte Stuttgart auf 2:0 erhöhen können. Nach Vorbereitung von Hleb geriet VfB-Topstürmer Cacau allerdings in Rücklage, weshalb er den Ball über den Bremer Kasten setzte.Anschließend entschärfte Wiese mit einer tollen Parade noch mal einen Molinaro-Schuss.

In der 42. Minute dann zum vermeintlich zweiten Mal der Ausgleich für Werder. Pizarro stand allerdings im Abseits und so wurde es nichts mit dem mittlerweile verdienten Bremer Ausgleich. Dafür nutzten die Gäste ihre bis dato erst dritte Torchance eiskalt zum zweiten Treffer. Pogrebnyak spielte die Kugel weiter zu Gebhard, dessen maßgenaue Flanke Khedira per Kopf aus kürzester Distanz sicher verwandelte – keine Abwehrchance für Wiese (43.).

Schaaf belebt Offensive mit Almeida

Mit Beginn der zweiten Halbzeit schickte Werder-Trainer Thomas Schaaf in Hugo Almeida eine weitere Offensivkraft auf den Rasen. Für den Portugiesen blieb Borowski draußen. Die erste gute Torgelegenheit in Hälfte zwei gehörte wieder den Gästen. Nach Pass von Cacau legte sich Pogrebnyak den Ball aber ein Stück zu weit vor, so dass Wiese zupacken konnte (52.). Kurz danach setzten dann mal wieder die Grün-Weißen ein Ausrufezeichen, aber der Schuss von Marin ging knapp am Tor vorbei (55.). Im Gegenzug hielt Wiese Werder mit einer tollen Reaktion gegen Cacau zunächst weiter im Spiel.

Nach einem vermeintlichen Handspiel von Tasci im Anschluss an einen Marin-Schuss forderten die Grün-Weißen Elfmeter, aber die Pfeife des Schiedsrichtergespanns um Dr. Brych blieb stumm. In der 69. Minute ließ Hunt eine weitere Chance für Werder liegen und schoss den Ball über den Kasten. Eine Viertelstunde war noch zu spielen, da stach der Joker: Almeidas Schuss ließ Lehmann passieren, nur noch 1:2. Und es kam noch besser für Werder: Marin wurde von Celozzi gefällt, Schiedsrichter Brych zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Torsten Frings ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß sicher zum 2:2.

Wie schon gegen Bayer Leverkusen bewies Werder große Moral und konnte einen Rückstand doch noch in einen Punkt umwandeln. Im Verfolgerduell um die Europa-League-Plätze hielten die Bremer den VfB damit zunächst auf Distanz.

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