Champions League Werder erkämpft sich Remis gegen Tottenham

Bremen. Werder Bremen hat sich zum Auftakt der neuen Champions-League-Saison unentschieden von Tottenham Hotspur getrennt. Nachdem die Grün-Weißen schon mit 0:2 zurücklagen, sicherten Almeida und Marin mit ihren Toren den Bremern doch noch das verdiente 2:2.
14.09.2010, 22:36
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Werder erkämpft sich Remis gegen Tottenham
Von Daniel Stöckel

Bremen. Werder Bremen hat sich zum Auftakt der neuen Champions-League-Saison unentschieden von Tottenham Hotspur getrennt. Nachdem die Grün-Weißen schon mit 0:2 zurücklagen, sicherten Almeida und Marin mit ihren Toren den Bremern doch noch das verdiente 2:2.

Werder-Trainer Thomas Schaaf änderte die Bremer Aufstellung im Vergleich zum Bundesligaspiel bei Bayern München auf einer Position. Stürmer Hugo Almeida rückte in die Startelf der Grün-Weißen, während Aaron Hunt zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen musste.

Weil neben Torjäger Claudio Pizarro auch weiterhin die beiden Verteidiger Per Mertesacker wegen einer Gesichtsverletzung und Naldo aufgrund von Knieproblemen ausfielen, spielten Petri Pasanen und Sebastian Prödl zum zweiten Mal in der Bremer Defensive.

Auf Seiten der Gäste fehlten Topstürmer Jermain Defoe, Verteidiger Michael Dawson und Mittelfeldspieler Luka Modric.

Bei regnerischem Wetter und rutschigen Bodenverhältnissen begannen beide Teams im ausverkauften Weserstadion sichtlich nervös und mussten zunächst ins Spiel finden.

So verfehlte Huddlestone beim ersten Schussversuch der Gäste das Werder-Tor (2.) und auch Marins Flanke erreichte Almeida in der 7. Minute nicht. Gefährlicher wurde es zwei Minuten später, als Wesley einen Schuss aus 20 Metern abgab. Auf dem nassen Rasen ging der Ball nur um Zentimeter links am Tor der Engländer vorbei.

In der 12. Minute lag der Ball zum ersten Mal im Werder-Tor. Bale entwischte Fritz ohne größere Probleme und flanke scharf in den Strafraum.Pasanen wollte zwar klären, bugsierte den Ball aber vor dem einschussbereiten Crouch an Keeper Wiese vorbei über die eigene Torlinie.

Crouch köpft mühelos ein

Nur sechs Minuten später legten die Gäste den zweiten Treffer nach. Von der linken Seite flankte van der Vaart unbedrängt und maßgenau auf Crouch. Der Zwei-Meter-Mann hatte keine Mühe, die Kugel in die linke Torecke einzuköpfen.

Zwar waren vor allem Wesley und Marko Marin bemüht, etwas Struktur in die Partie zu bringen, aber gegen die kompakte Spurs-Defensive gab es für die Werderaner kein Durchkommen. Bremen verlor zu viele einfache Zweikämpfe und vor allem Clemens Fritz leistete sich in dieser Phase eine Menge Unsicherheiten. Nach einer halben Stunde gellten zum ersten Mal Pfiffe durch das Weserstadion.

Trainer Schaaf reagierte und nahm Philipp Bargfrede vom Feld und brachte in Aaron Hunt eine neue Offensivkraft in die Partie. Sechs Minuten später keimte bei den Fans der Grün-Weißen wieder Hoffnung auf: Nach einer starken Flanke von Wesley setzte sich Hugo Almeida im Zweikampf gegen zwei Engländer durch und erzielte per Kopfball den Anschlusstreffer zum 1:2 (43.). Zwei Minuten später hatte der Portugiese die nächste Torgelegenheit, Cudicini war aber schnell genug ins linke untere Eck abgetaucht.

"Hoffen, dass wir wacher in die zweite Hälfte gehen"

„Wir waren überhaupt nicht drin“, sagte Werder-Boss Klaus Allofs in der Halbzeitpause. „Aber wir haben den Anschlusstreffer erzielt und hoffen, dass wir wacher in die zweite Hälfte gehen. Dann können wir das Spiel noch drehen.“

Werder begann die zweite Halbzeit dementsprechend offensiv. Zunächst scheiterte Hunt noch an Cudicini, kurz danach war Tottenhams Torwart bei Marins platziertem Schuss aus rund 20 Metern ohne Abwehrchance (47.).

Werder wirkte wie ausgewechselt. Selbstsicher und aggressiv spielten die Hanseaten nach vorne und hatten die Partie im Griff. Wieder war Almeida nicht zu stoppen, kamknapp sieben Meter vor dem Tor zum Abschluss, schoss aber aus vollem Lauf einen Meter über das Aluminium (55.).

Marin blieb ein Aktivposten

Die Zuschauer im Weserstadion honorierten die Offensivaktionen der Grün-Weißen mit lauten „Werder, Werder“-Rufen, Pfiffe waren nicht mehr zu hören. Ein Aktivposten auf Bremer Seite blieb in dieser Phase Marko Marin, der nach einigen guten Aktionen in der 67. Minute mit einem harten Schuss nur das Außennetz traf.

Weil Hunt nach einem wunderbaren Zuspiel von Frings (73.) am Tor vorbeischoss und auch die Gäste Chancen durch Bale (81.) und Crouch (87.) vergaben, blieb es nach neunzig Minuten beim 2:2-Unentschieden.

In der Bundesliga geht es für Werder dann am kommenden Sonnabend weiter. Im Weserstadion haben die Grün-Weißen dann den mit drei Siegen in die Saison gestarteten FSV Mainz 05 zu Gast.

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