Werder Bremen II Werder II kommt gegen Aalen nicht über Remis hinaus

Bremen. In der 3. Liga haben sich die Fußballer von Werder Bremen II am Dienstag 1:1 (1:0) unentschieden vom VfR Aalen getrennt. Kevin Maek hatte die Grün-Weißen zunächst in Führung geschossen (13.), ehe die Gäste in der Schlussminute per Foulelfmeter ausgleichen konnte.
04.08.2010, 08:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Bremen. Einmal war er machtlos. Als Aalens Tim Bauer in der 89. Minute zum Elfmeter antrat, hatte Felix Wiedwald keine Chance, den Ausgleich zu verhindern. Für den Bremer Schlussmann blieb deshalb nur ein zweifelhafter Titel: Er war Mann des Tages bei einem 1:1 (1:0)-Remis, das zu wenig ist für Werder II in der 3. Liga.

Denn dass der VfR Aalen zu jenen Mannschaften zählt, die die Bremer "hinter sich lassen müssen", war nachher nicht nur Trainer Thomas Wolter bewusst. Daran vermochte auch die starke Anfangsphase der Gäste nichts zu ändern. Die Aalener - nach zwei Partien noch ohne Punkt - wollten unbedingt etwas holen, und so traten sie dann auch an. Als Andreas Schön in der vierten Minute aus 16 Metern abzog, musste Wiedwald zum ersten Mal ran. Der Schlussmann machte sich lang und lenkte den strammen Schuss gerade noch zur Ecke.

Das Muster des Spiels war in dieser Phase stets das gleiche: Werder verstolperte in der Offensive viele Bälle, während der Gast schnell und zielstrebig seine Chancen suchte. Man musste sich nach 15 Minuten schon fragen, warum Werder mit 1:0 vorn lag. Die Antwort bestand aus einem guten Standard: Onur Ayik schlug eine gefährliche Ecke, Kevin Maek stieg am höchsten und traf per Kopf zur Führung.

Obwohl dieser Treffer den Gastgebern etwas Sicherheit verliehen hatte, sollte es doch bis zur Mitte der ersten Hälfte dauern, ehe Werder das Spiel in den Griff bekam. Endlich stand die Defensive sicher, und nun lief es auch besser in der gegnerischen Hälfte. Etwas besser, denn noch bekam der Talentschuppen nicht wirklich eine gefährliche Torszene herausgespielt.

Einmal wurde ein 30-Meter-Schuss von Timo Perthel abgefälscht (28.), dann stoppte die Aalener Abwehr einen Konter über Pascal Testroet und Lennart Thy in letzter Sekunde (32.). Die letzte und beste Chance der ersten Hälfte machte Felix Wiedwald zunichte: Lechleiter zog aus spitzem Winkel ab, der Bremer Schlussmann parierte (43.).

Die besseren Chancen verzeichnete weiterhin der Gast. Wenn Wiedwald nicht gerade gegen Sulu (47., 60.) rettete, hatte er das nötige Glück. In der 68. Minute ließ Bauer die Bremer Ronneburg und Gerdes aussteigen, schoss dann aber durch die Beine des Keepers ans Außennetz.

Auf der anderen Seite fanden Testroet mit einer Kopfballverlängerung (58.) und Ayik aus 14 Metern (64.) ihren Meister in Aalens Schlussmann Bernhardt. Die Chancen waren da, aber es waren angesichts der optischen Überlegenheit der Bremer zu wenig Möglichkeiten. Etwas energischer und zielgerichteter hätte es jedoch schon sein dürfen.

"In zwei, drei Wochen machen wir in einem solchen Spiel auch das zweite Tor", begründete Thomas Wolter die ausbaufähige Leistung seiner Offensive mit dem frühen Saisonzeitpunkt. Was nichts daran ändert, dass die beiden Punkte dank des später Strafstoßes für Aalen - Balogun hatte Lechleiter gelegt - weg sind. Dass dies unterm Strich leistungsgerecht war, wollte angesichts der guten Startphase der Gäste und deren Chancen niemand bestreiten. Wolter: "Das Unentschieden ist ärgerlich, aber nicht unverdient."

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