Werder Bremen Werder im Endspurt vor schwierigen Aufgaben

Bremen. Für Werder Bremen wird es an den letzten beiden Bundesliga-Spieltagen im Rennen um den Qualifikationsplatz für die Champions League noch einmal richtig spannend. Mit Schalke 04 und dem HSV müssen die Grün-Weißen schwierige Aufgaben lösen.
25.04.2010, 20:58
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Werder im Endspurt vor schwierigen Aufgaben
Von Daniel Stöckel

Bremen. „Es war heute sehr schwer“, hatte Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf an den 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Köln am Sonnabend gesagt, den Torsten Frings mit seinem verwandelten Hand-Elfmeter in letzter Sekunde gesichert hatte. Richtig schwer wird es für die Grün-Weißen mit Sicherheit auch, an den letzten beiden Bundesliga-Spieltagen den dritten Tabellenrang – und damit einen Champions-League-Qualifikationsplatz – zu verteidigen. Denn Werders Konkurrenten Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund wollen einfach nicht locker lassen.

Leverkusen hat – ebenso wie Werder – 57 Zähler auf dem Konto. Beide Mannschaften werden nur durch die Tordifferenz getrennt. Der BVB auf Rang fünf sammelte bisher 56 Zähler.

Werders Restprogramm hat es wirklich in sich: Am kommenden Sonnabend müssen die Grün-Weißen zunächst beim FC Schalke 04 antreten. „Für die geht es noch um die Meisterschaft“, erklärte Schaaf.

Im Gesamtvergleich beider Vereine liegt Werder zwar mit zehn Siegen mehr vorne, in den letzten Jahren gab es für die Grün-Weißen im Ruhrgebiet aber nicht viel zu holen. Im Februar 2009 behielten die „Knappen“ durch in Tor von Benedikt Höwedes mit 1:0 die Oberhand. Auch im Oktober 2007 nahm Werder beim 1:1 in Gelsenkirchen lediglich einen Punkt mit.

"Wir werden weiter Druck auf Bayern machen"

„Jetzt haben wir zwei Endspiele. Wir werden weiter Druck auf die Bayern machen und hoffen, dass sie ins Schwimmen kommen“, gab Schalkes Trainer Felix Magath zuletzt schon einmal die Marschroute vor. Die direkte Qualifikation für die Champions League hat Schalke ja bereits in der Tasche. „Wir werden in den kommenden beiden Partien alles dafür geben, dass in der Endabrechnung vielleicht sogar noch mehr steht als ‚nur’ Platz zwei“, stieß S04-Keeper Manuel Neuer ins gleiche Horn.

Am letzten Spieltag steht für die Werderaner dann zu Hause das „Nordderby“ gegen den Hamburger SV an. Der Direktvergleich zwischen beiden Mannschaften ist nahezu ausgeglichen. 30 Mal gewannen die Hamburger, 29 Mal Werder und 32 Mal trennten sich beide Mannschaften unentschieden. Im Weser-Stadion hat Werder allerdings klar die Nase vorn: 21 Siege konnten die Grün-Weißen vor heimischem Publikum feiern, dem HSV gelangen an der Weser nur neun Erfolge.

HSV ist angeschlagen

Zugute kommen könnte den Bremern, dass Hamburg einerseits in der Bundesliga angeschlagen ist (am Sonntag verlor der HSV 1:5 in Hoffenheim) und andererseits noch Kräfte im Europa-League-Wettbewerb lassen wird.

Die kommenden Gegner von Bayer Leverkusen heißen zu Hause das abgeschlagene Tabellenschlusslicht Hertha BSC Berlin und anschließend auswärts Borussia Mönchengladbach. Nach einem zwischenzeitlichen Tief scheint sich die Werkself mittlerweile wieder gefangen zu haben und besiegte zuletzt Hannover 96 klar mit 3:0. Hinzu kommt, dass Keeper Rene Adler Anfang der Woche wieder ins Training einsteigen wird. Ob der Nationaltorwart eventuell am letzten Spieltag noch mal zwischen den Pfosten seines Vereins stehen wird, ist derzeit aber noch nicht abzusehen.

Borussia Dortmund ist an den letzten beiden Bundesliga-Spieltagen – die Gegner heißen zu Hause Wolfsburg und auswärts Freiburg - durchaus noch für zwei Siege gut. Dafür gibt es mehrere Argumente: Einerseits ist Torjäger Lucas Barrios in einer bestechend guten Form. Andererseits sprechen die Gesamtbilanzen des BVB gegen die „Wölfe“ und die Breisgauer klar für die Dortmunder, denen allerdings der Ex-Bremer Mohamed Zidan wegen eines Kreuzbandrisses fehlt.

Letztendlich kann allen Werder-Fans aber nach wie vor der Satz von Klub-Boss Klaus Allofs Mut machen, der vor dem Spiel gegen die Kölner erklärt hatte:„Wir sind gerne die Gejagten, denn wir haben alles selbst in der Hand. Klar haben wir ein schweres Restprogramm, aber das haben die anderen auch.“

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