Werder Bremen - Sampdoria Genua 3:1 Werder mit einem Bein in der "Königsklasse"

Bremen. Werder Bremen hat sich im Rennen um den Einzug in die europäische „Königsklasse“ eine gute Ausgangsposition verschafft. Im Qualifikations-Hinspiel setzten sich die Grün-Weißen vor 25.276 Zuschauern im nicht ausverkauften Weser-Stadion gegen Sampdoria Genua mit 3:1 (0:0) durch.
18.08.2010, 22:38
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Werder mit einem Bein in der
Von Daniel Stöckel

Bremen. Werder Bremen hat sich im Rennen um den Einzug in die europäische „Königsklasse“ eine gute Ausgangsposition verschafft. Im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation setzten sich die Grün-Weißen vor 25.276 Zuschauern im nicht ausverkauften Weser-Stadion gegen Sampdoria Genua mit 3:1 (0:0) durch. Torschützen für die Grün-Weißen waren Clemens Fritz, Torsten Frings per Elfmeter und Claudio Pizarro.

Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf setzte gegen die Italiener wieder auf das Sturm-Duo Claudio Pizarro und Hugo Almeida. Der im DFB-Pokalspiel bei Rot Weiss Ahlen gesperrte Werder-Kapitän Torsten Frings begann vor der Abwehr-Viererkette, die sich aus Clemens Fritz, Per Mertesacker, Sebastian Prödl und Petri Pasanen zusammensetzte. Im Mittelfeld liefen außerdem Philipp Bargfrede, Tim Borowski und Aaron Hunt auf, das Tor hütete – wie gewohnt – Tim Wiese. Neuzugang Marko Arnautovic musste zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Unter der Leitung von Schiedsrichter Stéphane Lannoy aus Frankreich hatten die Grün-Weißen in der dritten Minute die erste gute Szene des Spiels. Almeida setzte einen Freistoß knapp links am Tor der Italiener vorbei.

Die Antwort der Gäste aus Italien, die ebenfalls mit einem 4-4-2-System in die Partie gingen, ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer Freistoß-Flanke tauchte Pazzini im Werder-Strafraum völlig frei auf, köpfte aus elf Metern allerdings knapp rechts vorbei (4.). Im Anschluss war Werder zunächst das aktivere Team, ohne allerdings daraus Kapital schlagen zu können. Genua machte die Räume eng und konzentrierte sich auf die Defensive.

Somit resultierte die nächste Werder-Chance aus einem Frings-Schuss aus der zweiten Reihe, der zur Ecke geklärt wurde (12.).

In der 14. Minute jubelten dann die Gäste: Von rechts schlug Semioli den Ball in die Mitte, wo Cassano lauerte und die Kugel aus rund sieben Metern im Werder-Tor unterbrachte. Allerdings hatte der Schiedsrichter-Assistent auf Abseits entschieden. Im Gegenzug prüfte Aaron Hunt Genua-Keeper Curci mit einem fulminanten Schuss aus rund 20 Metern.

Bremen blieb am Drücker und gefährlich. Nachdem Pizarro von Fritz in Szene gesetzt wurde, suchte der Peruaner aus spitzem Winkel den Torabschluss. Der Ball des Angreifers wurde zwar abgefälscht, erreichte aber seinen Sturmpartner Hugo Almeida. Dessen Kopfball tropfte auf die Querlatte, Glück für die Gäste (28.).

Da Curci einen Bargfrede-Versuch kurz vor der Pause noch abwehren konnte und auch ein weiterer Frings-Schuss aus der zweiten Reihe nicht das Ziel fand, gingen beide Mannschaften torlos in die Kabine.

Personell unverändert starteten beide Mannschaften in die zweite Halbzeit. Sechs Minuten waren gespielt, dann jubelten alle Werder-Fans. Clemens Fritz fasste sich ein Herz und hämmerte den Ball aus rund zwanzig Metern in das Gehäuse von Sampdoria Genua. Keeper Curci war bei diesem Treffer Marke Traumtor ohne jegliche Abwehrchance.

Jetzt lief der Ball bei den Werderanern, die - angefeuert von den eigenen Fans - das zweite Tor nachlegen wollten. Aber Genua gab sich noch nicht geschlagen: Pazzini hatte in der 58. Minute mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze den Ausgleich auf dem Fuß, aber der Pfosten verhinderte aus Sicht der Werderaner und des bereits geschlagenen Wiese Schlimmeres.

Platzverweis für Lucchini

Im Anschluss wurde die Partie härter und hektischer, viele Fouls prägten das Geschehen auf dem Rasen. Dann die 66. Minute: Bei einer Ecke von links hielt Lucchini den Bremer Prödl im Strafraum fest und brachte den Österreicher zu Fall. Den fälligen Foul-Elfmeter verwandelte Torsten Frings. Zwar hatte Curci die richtige Ecke geahnt, gegen den Schuss des Werder-Kapitäns war er letztendlich aber machtlos. Zudem musste Lucchini mit der Gelb-Roten Karte vom Platz.

Drei Minuten später legte Werder sogar das dritte Tor nach: Im Anschluss an eine sehenswerte Kombination mit Hugo Almeida hängte Pizarro seinen Gegenspieler Stankevicius ab und schloss aus sechs Metern zum 3:0 ab.

In der Schlussphase wechselte Werder-Trainer Schaaf insgesamt dreimal aus und brachte in Sebastian Boenisch, Marko Marin und Marko Arnautovic drei neue Kräfte.

Kurz danach passierte es doch noch und die Gäste kamen zum 1:3-Anschlusstreffer: Stankevicius flankte von rechts in die Mitte, wo Pazzini höher stieg als Mertesacker und aus fünf Metern ins rechte Eck köpfte.

Im Rückspiel müsste Genua gegen Werder somit 2:0 gewinnen, um doch noch in die Champions League einzuziehen.Die Partie findet am kommenden Dienstag (24. August) um 20.45 Uhr im Stade Luigi Ferraris statt.

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