1. FC Köln - Werder Bremen 3:0 Werder präsentiert sich wie ein Absteiger

Köln. Dem ordentlichen Rückrundenstart folgte der Offenbarungseid: Werder Bremen hat chancen- und wehrlos mit 0:3 (0:1) beim 1. FC Köln verloren. Die komplette Bremer Mannschaft zeigte dabei eine desolate Leistung und präsentierte sich wie ein Abstiegskandidat.
22.01.2011, 20:16
Lesedauer: 2 Min
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Von Ben Binkle

Köln. Dem ordentlichen Rückrundenstart folgte der Offenbarungseid: Werder Bremen hat chancen- und wehrlos mit 0:3 (0:1) beim 1. FC Köln verloren. Die komplette Bremer Mannschaft zeigte dabei eine desolate Leistung und präsentierte sich wie ein Abstiegskandidat.

Trainer Thomas Schaaf verzichtete auf große Umstellungen im Team. Petri Pasanen ersetzte den gesperrten Sebastian Prödl in der Innenverteidigung, weitere Wechsel gab es nicht. Im linken Mittelfeld bekam erneut Felix Kroos den Vorzug vor Nationalspieler Marko Marin.

Was die Bremer Elf dann auf dem Rasen anbot, machte nicht nur die gut 3000 mitgereisten Werder-Fans im Stadion sprachlos. Hinten vogelwild und nach vorne ideen- und harmlos - Werder verfiel von der ersten Minute an in schlimmste Hinrundenzeiten. So konnte Lukas Podolski schon nach sieben Minuten die Bremer Schläfrigkeit zum frühen 1:0 ausnutzen. Clemens Fritz und Philipp Bargfrede ließen Fabrice Ehret entwischen, der Franzose legte für Podolski quer und der Nationalspieler vollstreckte aus zehn Metern mit einem unhaltbaren Flachschuss.

Werder war nach dem Rückstand feldüberlegen, konnte sich aber keine einzige Torchance erspielen. Lediglich ein Fast-Eigentor von Pedro Geromel nach einer Fritz-Flanke (11.) versprach etwas Gefahr. Gegen die tief stehenden Kölner fand das Bremer Mittelfeld überhaupt kein Mittel, Tempo und Ideen fehlten in allen Bereichen.

Werder ohne Ideen

Nach einer halben Stunde wurde Köln angesichts des biederen Bremer Auftritts mutiger und legte gleich das 2:0 nach. Adam Matuschyk tanzte an der Strafraumgrenze Frings, Pasanen und Silvestre aus und zog ins lange Eck ab (33.). Ein Tor komplett ohne Gegenwehr, obwohl Werder klar in Überzahl war.

Werders Leistung wurde von Minute zu Minute schlimmer, phasenweise führten die Kölner Offensivkräfte um den spielstarken Podolski die völlig überforderten Werder-Kicker regelrecht vor, verpassten allerdings ein drittes Tor. Thomas Schaaf reagierte und brachte bereits nach 39 Minuten Marin für Kroos. Zunächst ohne Effekt: Erst der Pausenpfiff von Schiedsrichter Peter Sippel erlöste die Werderaner.

Unverändert ging es in Halbzeit zwei weiter. Die Bremer wirkten körperlich müde und geistig langsam. Der 19 Jahre alte Christian Clemens war von Fritz nicht in den Griff zu bekommen, fast immer liefen die Grün-Weißen Ball und Gegner hinterher. Nach 56 Minuten kam Denni Avdic für den komplett enttäuschenden Marko Arnautovic. Der Österreicher fiel nur ein Mal auf, als er für ein Frustfoul die Gelbe Karte sah.

Podolski setzt den Schlusspunkt

Eine Werder-Torchance war auch nach einer Stunde nicht in Sicht, ebensowenig wie ein echtes Aufbäumen der Grün-Weißen. Die Kölner waren dem dritten Treffer zu jeder Zeit näher als Werder dem Anschluss. Selbst der sonst unantastbare Keeper Tim Wiese ließ sich anstecken und leistete sich einige Unsicherheiten.

Erst nach 70 Minuten schafften es die Bremer etwas häufiger in die Nähe des Kölner Strafraums, Avdics viel zu hoher Versuch war der erste Bremer Torschuss des Spiels (71.). Schaaf zog in der Schlussviertelstunde mit Wagner, der für den abgetauchten Hunt kam, den letzten Joker. Ohne Erfolg: Für eine echte Torchance reichte es auch mit dem geballten Offensivpersonal auf dem Feld nicht mehr.

Stattdessen legte Köln in der Schlussphase durch Podolski noch den verdienten dritten Treffer nach (84.). Durch den Heimsieg verließen die Kölner zumindest bis Sonntag die Abstiegsplätze und sind nun einen Platz hinter Werder Tabellen-15.. Nächster Gegner in der Bundesliga für Werder Bremen ist Bayern München. Der Rekormeister ist am kommenden Sonnabend ab 15.30 Uhr im Weserstadion zu Gast.

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