Europa League heute im Ticker Werder sieht sich mit "Los Che" auf Augenhöhe

Bremen. Mit einer konzentrierten Defensive, aber auch mit Zug nach vorne will sich Werder Bremen in der Achtelfinalpartie der Europa League beim FC Valencia eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche verschaffen.
10.03.2010, 19:00
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Werder sieht sich mit
Von Daniel Stöckel

Bremen. Vor dem Europa-League-Achtelfinal-Hinspiel am Donnerstag beim FC Valencia (21.05 Uhr bei uns im Liveticker) hat Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf vor allem die grün-weiße Defensive in die Pflicht genommen. „Wir müssen aktiver auftreten als im Spiel gegen Stuttgart“, forderte Werder-Trainer Thomas Schaaf.

Dort hatten die Grün-Weißen schon früh zurückgelegen und vor der Halbzeitpause auch noch den zweiten Gegentreffer kassiert. Nur dank einer Energieleistung in Hälfte zwei waren die Werderaner gegen die Schwaben doch noch zu einem Punktgewinn gekommen.

"Die werden auch nicht blind anrennen"

Gegen den aktuellen Dritten der spanischen Primera Division heißt „aktiver auftreten“ aber nicht, dass Werder „ins offene Messer“ laufen wird. „Wir müssen auch wachsam sein und dürfen Valencia nicht in einen Lauf kommen lassen“, stellte Schaaf klar. Gleiches vermutet der Trainer auch auf Seiten des FC Valencia. „Die werden nicht blind anrennen, dafür sorgen schon die Leute vor der Abwehr wie Baraja oder Albeida.“ Insgesamt also eine echte Top-Mannschaft, die erstens hinten sehr diszipliniert steht und zweitens schnell nach vorne umschaltet: „Die haben hinten lange Spieler drin und nach vorne kleine, wendige Spieler wie Villa, Silva oder Hernandez. „Die suchen immer den Zweikampf und da müssen wir schon aufpassen und dürfen die nicht gewähren lassen. Villa schießt aus jeder Position, da muss man immer sehr aufpassen.“

Gut vorbereitet auf das enge Estadio Mestalla sehen sich die Werder-Profis, die auf dem Rasen stehen werden. „Natürlich haben wir über die Atmosphäre dort gesprochen“, sagte Marko Marin vor dem Abflug des Werder-Trosses am Mittwochmorgen am Bremer Flughafen. Am Abend taktierte der FC Valencia: Wegen der "zu hohen Belastung" verzichtete Trainer Unai Emery auf das Abschlusstraining.

"Villa hat eine besondere Schusstechnik"

Viel Arbeit dürfte auf die Defensive der Grün-Weißen zukommen: Denn in David Villa hat Valencia nicht nur den Torschützenkönig der EM 2008, sondern auch den aktuell zweitbesten Torschützen der spanischen Primera Division (17 Saisontreffer) in seinen Reihen. „Villa hat eine besondere Schusstechnik“, weiß Petri Pasanen. „Er ist schnell und torgefährlich und schießt von überall. Er ist ein echter Topspieler.“ Und damit eine echte Herausforderung, die gerne angenommen wird: „Wir freuen uns auf diese Partie und darauf, uns mit Valencia messen zu können. Wir können uns beweisen und wir werden uns beweisen“, so Trainer Schaaf.

Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs will sich bezüglich des Ergebnisses nicht auf irgendwelche Rechenspiele einlassen. „ Wir wollen das Spiel so gestalten, dass wir mit einer gewissen Ruhe ins Rückspiel gehen können. Aber ich glaube, diese Ruhe wird man nie haben. Wir versuchen, ein gutes Ergebnis vorzulegen. Die beste Ausgangsposition für das Rückspiel wäre natürlich ein Sieg.“

Fritz definitiv dabei, Bargfrede weiter fraglich

Nach Meinung von Allofs begegnen sich beide Mannschaften aktuell auf Augenhöhe: „Es ist auf keinen Fall so, dass wir auf der einen Seite das kleine Bremen und auf der anderen Seite das große Valencia haben Es ist ein offenes Spiel zweier guter Mannschaften.“ Mit einem guten Gefühl für Werder: „Es ist schön, wenn man weiß, dass man da schon mal gewonnen hat“, spielt Allofs auf das Champions-League-Spiel Ende 2004 an, das die Grün-Weißen dank zweier Tore von Nelson Valdez spät für sich entschieden hatten. Anschließend war es zu Tumulten gekommen, unter anderem bewarfen aufgebrachte spanische Fans die Werder-Spieler mit Gegenständen. „So dramatisch war es damals nicht“, wiegelte Allofs ab. „Nur in der Endphase, ansonsten war das ein ganz normales Auswärtsspiel.“

Aus personeller Sicht deutet sich bei Werder die Rückkehr von Abwehrspieler Clemens Fritz an: „Ich habe Dienstag trainiert und mein Muskel hat mich weitgehend in Ruhe gelassen. Ich kann also spielen“, so der 29-Jährige. Auch Philipp Bargfrede wurde von Trainer Schaaf in den 19-köpfigen Kader berufen: „Er fühlt sich eigentlich ganz gut. Die Erkältung ist noch da, aber Husten und Halsschmerzen werden immer weniger“, so der Coach. Nach dem Abschlusstraining gab es zumindest in Sachen Fritz Entwarnung: "Er wird sicher zur Verfügung stehen. Bei Philipp muss man abwarten."

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