Werder Bremen - 1. FC Köln 4:2 Werders gute Heimserie gegen Köln geht weiter

Bremen. Am zweiten Bundesliga-Spieltag hat Werder Bremen einen 4:2 (2:1)-Heimsieg gegen den 1. FC Köln gefeiert. Die Tore für Werder erzielten Frings, zweimal Arnautovic und Almeida. Die "Geißböcke" sind im Weserstadion jetzt seit 15 Jahren sieglos.
28.08.2010, 17:22
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Werders gute Heimserie gegen Köln geht weiter
Von Daniel Stöckel

Bremen. Am zweiten Bundesliga-Spieltag hat Werder Bremen einen 4:2 (2:1)-Heimsieg gegen den 1. FC Köln gefeiert. Die Tore für Werder erzielten Frings, zweimal Arnautovic und Almeida. Die "Geißböcke" sind im Weserstadion jetzt seit 15 Jahren sieglos.

Werder-Trainer Thomas Schaaf setzte im Angriff neben Claudio Pizarro auf Neuzugang Marko Arnautovic. Dagegen blieb Aaron Hunt zunächst auf der Bank. Für den offensiven Mittelfeldmann spielte - wie im Champions-League-Qualifikationsspiel bei Sampdoria Genua - Tim Borowski. Insgesamt stand Schaaf wieder die volle Auswahl von 18 Spielern zur Verfügung.

Die Gäste aus Köln mussten dagegen nahezu auf ihre komplette Innenverteidigung auskommen. Abwehrchef Pedro Geromel litt weiterhin an den Folgen von zwei Muskelfaserrissen und Kapitän Youssef Mohamad war wegen seiner Roten Karte aus der Begegnung am vergangenen Wochenende gegen den 1. FC Kaiserslautern gesperrt.

Im ausverkauften Weserstadion suchten die Bremer unter der Leitung von Schiedsrichter Marco Fritz aus Korb sofort den Weg nach vorne. In der 2. Minute flankte Fritz auf Pizarro, aber der Peruaner kam nicht mehr an den Ball. Da hatten sich die ersten Unsicherheiten in der Kölner Hintermannschaft angedeutet. Sechzig Sekunden später hatten die Grün-Weißen die nächste Tor-Gelegenheit. Wieder war Pizarro beteiligt, der den Ball mustergültig auf Arnautovic passte. Der Österreicher schoss aus rund elf Metern aber knapp vorbei.

Nachdem Marko Marin in der 8. Minute zwei Kölner umdribbelt hatte und erst Salger den Nationalspieler ausbremsen konnte, blieben zwingende Torgelegenheiten auf beiden Seiten zunächst Mangelware. Die Gäste waren auf Sicherheit bedacht, machten die Räume eng und lauerten auf Konter.

Marin und Arnautovic besonders auffällig

Werder blieb zwar spielbestimmend und hatte viel Ballbesitz, war im Kölner Strafraum aber ungefährlich. Erst in der 23. Minute feuerte Marin wieder einen Schuss auf den Kasten der Gäste ab. Aber Pezzoni klärte per Kopf zur Ecke. Drei Minuten später vergab Arnautovic nach Marins Flanke. Beide waren die bis dato auffälligsten Werder-Akteure auf dem Platz.

Die Bremer wurden stärker. Bargfrede setzte sich auf der linken Außenbahn super durch, Pezzoni und Petit konnten nur mit vereinten Kräften vor Pizarro klären (30.). Danach ging es Schlag auf Schlag. Zunächst wollte Marin im Sechzehner rechts an Petit vorbei und stürzte über den Oberschenkel des Portugiesen. Schiedsrichter Korb entschied auf Strafstoß. Den Elfmeter verwandelte Werder-Kapitän Frings mit einem knallharten Schuss in die Tormitte. Es war wettbewerbsübergreifend der 18. verwandelte Frings-Elfer in Folge.

Nur drei Minuten später lag der Ball wieder im Kölner Kasten. Pizarro stoppte Borowskis Flanke im Strafraum und überlupfte mit dem Rücken zum Tor Pezzoni. Am zweiten Pfosten köpfte Arnautovic ungedeckt per Aufsetzer ein.

Podolski erzielt den Anschlusstreffer

Direkt im Gegenzug kamen die „Geißböcke“ zum Anschlusstreffer: Nationalstürmer Lukas Podolski köpfte den Ball aus knapp 13 Metern mit Unterstützung des rechten Innenpfostens ins Bremer Tor (37.).

Fünf Minuten vor der Halbzeitpause war die Begegnung für Claudio Pizarro beendet. Der Peruaner hatte sich bei einem Schussversuch am Oberschenkel verletzt und musste ausgewechselt werden. Für Pizarro wechselte Schaaf Angreifer Hugo Almeida ein. Mit einer knappen 2:1-Führung für die Werderaner gingen die Teams in die Kabine.

Mit dem Beginn der zweiten Spielhälfte zeigten die Gäste deutlich mehr Initiative. Mertesacker konnte Pezzonis Schussversuch nach Podolskis Freistoß gerade noch abblocken (50.).

Auf der anderen Seite entschärfte Mondragon einen Almeida-Aufsetzer anschließend genauso wie einen Distanzschuss von Boenisch (65.).

In der 74. Minute konnte der Portugiese dann aber doch jubeln: Arnautovic setzte sich auf dem rechten Flügel gegen Ehret durch und brachte eine Flanke in der Mitte. Dort verpasste McKenna den Ball und Almeida netzte das Spielgerät aus kurzer Distanz ein.

Zwei Tore in der Nachspielzeit

In der Nachspielzeit wurde es noch einmal turbulent. Zunächst legte Arnautovic seinen zweiten Treffer des Nachmittags nach. Fritz hatte sich von außen in die Mitte gedribbelt und in den Lauf von Arnautovic gepasst, gegen dessen knallharten Linksschuss Mondragon ohne Chance war. Trotzdem trafen auch die Gäste noch einmal. Nach einer Ecke war zunächst Lanig per Kopf am Ball, der aus dem Getümmel zu McKenna prallte. Aus nächster Nähe drückt der Kölner Kapitän das Leder über die Linie.

Am Ende blieb es aber dabei: Der letzte Bundesliga-Sieg der Kölner im Weserstadion ist schon fast 15 Jahre her. Seit September 2001 konnten die Geißböcke an der Weser nicht mehr punkten.

Wegen der Länderspiel-Pause (am kommenden Freitag spielt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft um 20.15 Uhr in Belgien) treten die Werderaner in der Bundesliga erst wieder am übernächsten Wochenende an. Am 11. September heißt der Gegner auswärts FC Bayern München.

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