Werder Bremen heute gegen Berlin Werders Pleiten-Serie soll gegen Hertha reißen

Bremen. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge will Werder im Freitagsspiel gegen Hertha BSC Berlin endlich mal wieder einen Sieg feiern. Ein ganz besonderer Rahmen ist für Werder durch das erste Freitagsspiel seit knapp drei Jahren gegeben. Wir berichten live vom Spiel.
05.02.2010, 11:44
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Werders Pleiten-Serie soll gegen Hertha reißen
Von Daniel Stöckel

Bremen. Das Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin am Freitagabend (20:30 Uhr bei uns im Liveticker) ist für Werder aus drei Gründen etwas Besonderes. Zum einen wollen die Grün-Weißen nach fünf Niederlagen in Folge endlich wieder drei Punkte einfahren. Zum anderen steht nach knapp drei Jahren zum ersten Mal mal wieder ein Freitagsspiel auf dem Programm. Zum dritten spielen die Bremer heute in ihren Jubiläums-Trikots.

Taktisch könnte Werder-Trainer Thomas Schaaf gegen Hertha zu einem eher ungewohnten taktischen Mittel greifen. Die Bremer Doppel-Sechs, zu Saisonbeginn lediglich ein kurzzeitiges Experiment, soll wiederbelebt werden. Schließlich war die Mannschaft zuletzt vor allem in der Defensive instabil. Zwei personelle und zwei schematische Änderungen hatte Schaaf schon während der gesamten Woche im Training ausprobiert. Der routinierte Finne Petri Pasanen ersetzt den unerfahrenen Tunesier Aymen Abdennour als Linksverteidiger und Peter Niemeyer rückt anstelle von Tim Borowski ins Mittelfeld. Dort wird er allerdings nicht die Borowski-Position einnehmen, sondern neben Kapitän Torsten Frings vor der Abwehr spielen. In der Offensive wird Marko Marin als zweiter Stürmer neben Claudio Pizarro ins Mittelfeld beordert, so dass Werder gegen die „alte Dame“ aus der Hauptstadt mit dem Peruaner nur eine nominelle Spitze aufs Feld schickt.

Abwehrschwäche trifft starke Defensive

Im Hinspiel hatten die Bremer im Olympiastadion mit 3:2 die Oberhand behalten. Allerdings zeigte sich der Tabellenletzte aus Berlin in den vergangenen Partien im Gegensatz zu Werder abwehrstark – in der Rückrunde kassierten die Herthaner noch keinen Gegentreffer und blieben nach zuletzt zwei torlosen Unentschieden 2010 noch ungeschlagen. Werder hat dagegen mit schon acht Gegentreffern die schwächste Abwehr des Jahres 2010. Dennoch, ein Blick in die Statistik macht aus Werder-Sicht durchaus Mut: Bremen gewann sechs der letzten sieben Spiele gegen die Hertha. Gegen keine andere Mannschaft verlor Berlin so oft wie gegen Bremen. Eine Sperre droht bei Werder Naldo und Frings. Beide sind mit jeweils vier Gelben Karten vorbelastet und müssten bei einer weiteren Verwarnung ein Spiel aussetzen.

Dritte Besonderheit des heutigen Spiels: Zum ersten Mal seit fast drei Jahren steht für Werder mal wieder ein Heimspiel am Freitag an. An das letzte können sich viele Fans wahrscheinlich noch gut erinnern. Nicht nur, weil am 20. April 2007 gegen Alemannia Aachen ein 3:1-Sieg eingefahren wurde. Sondern auch, weil Diego aus fast 63 Metern in den Aachener Kasten traf. Dieser umjubelte Treffer wurde anschließend zum "Tor des Jahres" gewählt.

Geeignetes Ambiente für einen Werder-Sieg

Seitdem gab es für die Werderaner kein Freitagspiel unter Flutlicht mehr im Weserstadion. Schade, schließlich gelten Begegnungen an einem Freitagabend als besondere Partien mit ganz spezieller Atmosphäre. Somit wäre die Partie gegen Berlin im Weserstadion genau der richtige Rahmen für einen Werder-Sieg. Zumal die Werder-Profis, sozusagen als Zusatzfaktor, heute zum ersten und letzten Mal in ihren Jubiläums-Trikotszum 111. Geburtstag des Vereins auf dem Rasen stehen werden. Diese hatten bei den Fans seit Donnerstag schon reißenden Absatz gefunden.

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