Regionalliga-Nord Werders U-23 übernimmt die Tabellenspitze

Dank eines 4:2 (2:0)-Heimerfolgs über den VfR Neumünster stehen die Fußballer von Werders U 23 erstmals nach 22 Spieltagen auf dem ersten Tabellenplatz in der Regionalliga Nord.
22.02.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Dank eines 4:2 (2:0)-Heimerfolgs über den VfR Neumünster stehen die Fußballer von Werders U 23 seit gestern erstmals auf dem ersten Platz in der Regionalliga Nord.

Er verließ den Platz einige Minuten nach seinen Kollegen. Fast schien es, als wollte Florian Bruns den 4:2 (2:0)-Heimsieg von Werders U 23 gegen den VfR Neumünster bis zuletzt auskosten. „Ein gutes Gefühl“, meinte der Mittelfeldspieler grinsend. Ohne sein Mitwirken waren Werders Kicker zu einer glücklichen 2:0-Halbzeitführung gelangt. Mit dem eingewechselten Bruns hatten die Bremer dann schnell den 2:2-Ausgleich hinnehmen müssen, und schließlich sorgte der Kapitän maßgeblich für den Endstand.

Noch auf dem Platz hatten Werders Spieler nach dem Schlusspfiff einen Kreis gebildet und zusammen gefeiert. Der Sieg über den VfR Neumünster brachte ihnen schließlich mehr ein als nur drei Punkte. Er sicherte Werder die Tabellenführung in der Regionalliga Nord.

„Aber es heißt in der kommenden Woche Erster gegen Zweiter, so oder so“, sagte Florian Bruns und dachte da bereits an das Duell mit dem HSV-Nachwuchs. Sein Trainer fand, die Mannschaft habe sich die Aufmerksamkeit dieses Duells mehr als verdient. „Das ist ein Highlight, denn wir stehen als U 23 nur selten so im Fokus“, meinte Alexander Nouri. Wer einen Rückstand von zwischenzeitlich elf Punkten wettmacht, geht zurecht locker in ein solches Spiel.

Eines war den Bremern gestern aber auch bewusst: Sie werden sich steigern müssen in der kommenden Woche, selbst wenn die Hamburger noch immer nicht in Bestform antreten sollten. Denn gestern lieferte Werder über weite Strecken einen ziemlich durchwachsenen Auftritt ab. „Wir haben die Organisation nicht so aufs Feld gebracht, wie wir es uns vorgenommen hatten“, beschrieb Nouri später die Probleme seiner Elf. Der Gast hatte sich von Beginn an mutig präsentiert, so gar nicht wie ein Abstiegskandidat, und Werder hatte ein insgesamt ausgeglichenes Duell zugelassen.

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Das lag vor allem daran, dass der Gastgeber im Mittelfeld nur selten Zugriff auf den Gegner bekam. Obwohl Werder durch Marcel Hilßners Foulelfmeter (Eleftheriadis an Schwede) und den Kopfball von Florian Grillitsch kurz vor der Pause getroffen hatte, musste also etwas passieren.

Weshalb zur Pause die Zeit von Florian Bruns anbrach. Er sollte gemeinsam mit Lukas Fröde eine Doppelsechs bilden und für Stabilität vor der Abwehr sorgen. „Es gab zu große Räume vor der Pause, aber wir haben sie auch danach nicht geschlossen“, sagte der Kapitän. Seine Mission schien bereits gescheitert, als Neumünster mit einem Doppelschlag zurückschlug und zum 2:2 ausglich. Aber Werders Spiel wurde gestern nicht nur durch eine mangelnde Organisation geprägt.

Sondern auch durch eine Menge Moral. Er sei schon ziemlich sauer gewesen, meinte Florian Bruns – gerade erst auf dem Platz und schon kassiert die eigene Mannschaft zwei Treffer. Insofern passte es auch ganz gut, dass der Kapitän einen entscheidenden Beitrag zur erneuten Wende lieferte. Beim einstudierten Freistoß von Florian Grilltisch war Bruns wie geplant am langen Pfosten zum Abschluss gekommen, und so erzielte er die 3:2-Führung. Den Treffer zum Endstand – ein Lupfer von Max Wegner über den herauseilenden VfR-Keeper Nils Winter – leitete er schließlich mit einem Steilpass von der Mittellinie ein. Alexander Nouri wertete es später als gutes Zeichen, dass sein Team Spiele gewinnt, in denen „sie nicht gut gespielt hat“. Der Trainer ordnete die Aufgabe aber nochmals ein: „Niemand hat geglaubt, dass Neumünster uns etwas schenken würde, es war definitiv das erwartet schwere Spiel.“

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