Werder Bremen Wesley soll kommen, Abdennour gehen

Bremen. Das Gesicht von Werder Bremen wird sich in diesem Sommer etwas verändern. Nach Marko Arnautovic soll nun auch der Brasilianer Wesley kommen, wie Sportdirektor Klaus Allofs bestätigt. Fünf Spieler hingegen sollen den Klub verlassen, darunter auch Aymen Abdennour.
09.06.2010, 08:52
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Wesley soll kommen, Abdennour gehen
Von Marc Hagedorn

Bremen. Es hat schon einmal geklappt. Im Sommer 2006 verpflichtete Werder einen jungen Mann, dessen Karriere beim Pele-Klub FC Santos ihren Anfang genommen hatte. Diego hieß der Spieler, er war 21 Jahre jung und wurde wenig später ein Liebling der Bremer Fans.

Jetzt könnte erneut ein Spieler vom FC Santos zu Werder wechseln. Er heißt Wesley Lopes Beltrame, kurz Wesley, ist wie seinerzeit Diego 21 Jahre jung und auch ein Mittelfeldspieler. "Ja, wir haben uns mit ihm befasst", sagt Werder-Boss Klaus Allofs, der sich allerdings zu weitergehenden Details nicht äußern wollte.

Dafür reden andere. Etwa der Spieler, der via Bild-Zeitung ausrichten ließ, dass er davon träume, in Europa zu spielen. Wesley: "Wer Fußball schaut, weiß, dass Deutschland und Werder Fußballgeschichte geschrieben haben. Ich bin sehr glücklich über das Interesse." Wer ist dieser Wesley? Zuallererst ist er ein vielseitiger Mittelfeldspieler. Er kann offensiv wie defensiv eingesetzt werden. Hieße im Falle von Werder: Wesley könnte hinten neben Torsten Frings ebenso spielen wie weiter vorne an der Seite von Marko Marin, Mesut Özil oder Aaron Hunt.

Für den FC Santos absolvierte er in der abgelaufenen Saison 31 Spiele und erzielte dabei neun Tore. Insgesamt kommt er auf 78 Einsätze und zehn Treffer. Sein Vertrag in Santos läuft noch bis 2012. Er soll angeblich um die fünf Millionen Euro Ablöse kosten. Was den Transfer ein wenig verkomplizieren könnte, ist die Tatsache, dass verschiedene Parteien Rechte an dem Spieler halten, was in Deutschland eher untypisch, in Südamerika und besonders in Brasilien dagegen gängige Geschäftspraxis ist. Im Falle Wesleys teilen sich der Berater des Spielers, Roberto de Almeida, eine Investorengruppe namens DIS und der Verein FC Santos die Rechte.

Markus Rosenberg:Fest steht, dass er nach der Verpflichtung von Marko Arnautovickeine Zukunft mehr bei Werder hat. Das haben ihm die Verantwortlichen auch schon mitgeteilt. Erkenntnisse, die darüber hinausgehen und als gesichert gelten dürfen, gibt es jedoch nicht. In schwedischen Zeitungen ist die Rede davon, dass Rosenbergs alter Klub Ajax Amsterdam Interesse an einer Rückkehr habe. Aus der 1. Bundesliga wird Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern als möglicher neuer Arbeitgeber gehandelt. Die 'Berliner Zeitung' schließlich schreibt, dass Rosenberg bei Zweitligist Hertha BSC den nach Frankfurt abgewanderten Theofanis Gekas ersetzen könnte. Allofs sagt: 'Es gibt keinen konkreten Sachstand, den man vermelden könnte.'

Said Husejinovic:Gleiches gilt für Said Husejinovic. Der 21-Jährige erzählte jetzt der bosnischen Zeitung 'Dnevni avaz', dass Hertha BSC an einem Ausleihgeschäft interessiert sei. 'Das kann ich nicht bestätigen', sagt Allofs. Allerdings erklärte der Werder-Boss auch, dass für die nahe Zukunft des Spielers nur ein Ausleihgeschäft in Frage kommt. Husejinovic war in der abgelaufenen Bundesliga-Saison nur drei Mal eingewechselt worden war und besitzt in Bremen noch einen Vertrag bis 2012.

Jurica Vranjes:Er war schon wieder in Bremen. Nach dem Ende des Ausleihgeschäftes mit Genclerbirligi Ankara hätte es passieren können, dass Vranjes zum Trainingsauftakt am 5. Juli in Werder-Klamotten auftaucht. Sein Vertrag läuft schließlich noch bis 2011. Doch Allofs stellt klar: 'Bei Werder wird das für ihn nichts mehr.' Der kroatische Ex-Nationalspieler hat nach seiner harschen Kritik an Thomas Schaaf keine Zukunft in Bremen. Vranjes weiß das und sondiert den Markt. Zum 1. FC Köln wird er nicht wechseln. In einem Zagreber Altstadt-Café hatte er sich mit Zvonimir Soldo und Ivan Klasnic getroffen. Gegenüber dem 'Express' äußerte sich der Kölner Trainer Soldo aber nun: 'Beide Spieler sind aber kein Thema für uns.'

Aymen Abdennour:Werder hat die Option auf eine Verpflichtung des bis dahin nur ausgeliehenen Abwehrspielers nicht gezogen. Der Linksverteidiger weilte zuletzt bei der tunesischen Nationalmannschaft. Er war am Dienstag zwar noch einmal in Bremen, fliegt am Donnerstag aber in seine Heimat zurück. 'Schade', sagt sein Berater Mohamed Khammar, 'aber Aymen hat viel dazugelernt in den vergangenen Monaten. Wir hoffen, dass Werder noch einmal auf ihn zurückkommt.' Was nicht ausgeschlossen scheint. Allofs sagt: 'Wer weiß, was in ein paar Wochen sein wird.' Ein paar Wochen lang wird Werder nach einem neuen Linksverteidiger Ausschau halten - und wenn sich nichts ergibt, vielleicht noch einmal an Aymen Abdennour denken.

Torsten Oehrl:Das gut halbjährige Gastspiel des Stürmers bei Zweitligist Fortuna Düsseldorf verlief nicht so erfreulich wie erhofft. Oehrl schoss in 15 Spielen zwei Tore, verletzte sich aber kurz vor Saisonschluss. Fortuna will ihn nicht verpflichten, dafür gibt es laut Allofs andere Interessenten.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+