WM 2010 Wiese: "So lange kämpfen, bis ich aus den Ohren blute"

Bremen. Im Spiel gegen den HSV wurde Werder Bremens Torwart Tim Wiese zum "Man of the match" gewählt. Was die Nummer eins in der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika angeht, sagte Wiese: "Ich werde so lange kämpfen, bis ich aus den Ohren blute."
09.05.2010, 08:00
Lesedauer: 1 Min
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Wiese:
Von Olaf Dorow

Bremen. Man wählte Tim Wiese zum "Man of the match". Er hatte großartig gehalten gegen den HSV. Ob das nochmal eine Visitenkarte in Richtung WM war, wurde Werders Torwart hinterher gefragt. Das halbe Land rätselt, spekuliert, diskutiert, wägt ab, wettet, wer denn wohl Deutschlands Nummer eins in Südafrika sein wird. Wiese? Neuer? Butt? Nach allem, was man bislang weiß oder zu wissen glaubt, liegt der Schalker Manuel Neuer vorn in der DFB-Gunst.

Wiese schüttelte den Kopf. Nein, nein, nein, immer dieses Thema. Er sagte, dass er schon so viele Visitenkarten abgegeben hätte. Was soll er noch tun, außer gut halten in nervenaufreibenden Spielen. Dann sagte er: "Mir fehlt, glaube ich, die Lobby hier in diesem Land. Ich kann nur meine Leistung von Woche zu Woche bestätigen, was ich immer mache. Ich werde so lange kämpfen, bis ich aus den Ohren blute."

Sowohl das mit der Lobby als auch das mit dem Kämpfen nimmt man Tim Wiese ab. Er hat es nicht eben leicht, in der Nationalmannschaft seinen Weg zu gehen, und er steht (in sportlicher Hinsicht wohlgemerkt) so unter Strom, dass er wahrscheinlich ganz Las Vegas versorgen könnte.

Werder-Chef Klaus Allofs machte sich gestern erneut stark für den Bremer Keeper. Er hoffe auf einen fairen Wettbewerb im Torwart-Duell für die WM in Südafrika. Die Fakten würden für Wiese sprechen. Allofs sagte: "Er hat gezeigt, dass man keine Angst haben müsste, wenn er im ersten Spiel in Südafrika im Tor stehen würde."

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