Enttäuschung bei Werder nach dem 1:1 "Wir haben den Bigpoint verpasst"

Bremen. Klar überlegen und doch nur mit einem Punkt belohnt: Bei Werder Bremen überwiegt nach dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart der Ärger über den verpassten Sieg. Kapitän Torsten Frings und Clemens Fritz haben sich nach dem Abpfiff auf die Suche nach Ursachen gemacht.
02.04.2011, 18:36
Lesedauer: 2 Min
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Bremen. Klar überlegen und doch nur mit einem Punkt belohnt: Bei Werder Bremen überwiegt nach dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart der Ärger über den verpassten Sieg. Kapitän Torsten Frings sieht die Gründe dafür vor allem im Fehlen von Topstürmer Claudio Pizarro.

27 Torschüsse hat Werder Bremen in den 90 Minuten abgegeben, zwölf Ecken gab es. Werder gewann 61 Prozent seiner Zweikämpfe und war in 58 Prozent der Spielzeit in Ballbesitz. Kurzum: Die Bremer waren in allen Belangen überlegen, nur das Ergebnisse stimmte am Ende nicht.  "Ich muss bemängeln, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben", kommentierte Werder-Trainer Thomas Schaaf das einseitige Spiel ohne Happy-End. "In den entscheidenden Momenten fehlte die Ruhe." Immerhin habe sein Team "vieles richtig gemacht".

Das sah auch Werder Bremens Kapitän so. "Wir waren klar die bessere Mannschaft, Stuttgart hatte bis auf das Tor nicht eine Torchance", ärgerte sich Frings über den verschenkten Sieg: "Wir haben gut nach vorne gespielt." Und dann ging Frings gleich zur Ursachenforschung über: "Vorne fehlt uns eben ein Torjäger wie Claudio Pizarro." Der Peruaner war gelbgesperrt und ist zudem verletzt - sein Einsatz am Freitag gegen Eintracht Frankfurt ist ebenfalls unwahrscheinlich.

Allofs lobt und tadelt

 

Werder-Klubchef Klaus Allofs verteilte Lob und Tadel: "Es war gut, dass wir nach dem Rückstand wieder ins Spiel gefunden haben. Wir waren danach in allem überlegen: Ecken, Chancen, Torschüsse." Aber, so bemängelt er: "Tore gehören auch dazu, da waren wir nicht so abgebrüht."

Die Bremer Überlegenheit erkannte auch Sven Ulreich an."Die Bremer sind zu Chancen gekommen", sagte der VfB Keeper, bester Spieler auf dem Platz: "Es waren ein bisschen zu viele." Lob für Ulreich gab es auch von Werders Verteidiger Clemens Fritz: "Der Stuttgarter Keeper hält natürlich in einigen Szenen hervorragend. Der war wirklich überragend."

Der vor einigen Wochen schon aussortierte Ulreich ließ die Bremer verzweifeln, noch in der Schlussphase parierte er bei einer Riesenchance von Sandro Wagner. Trotz eines deutliche Aufschwungs und des fünften Spiels ohne Niederlage stecken die Hanseaten weiterhin im Abstiegskampf. "Wir hatten die Möglichkeit auf einen Big-Point, doch wir haben ihn verpasst", klagte Fritz. So geht die Unsicherheit in Bremen weiter.

Nur VfB-Trainer Bruno Labbadia hatte eine exklusive Sicht der Dinge: "Wir haben im Grunde Bremen ein Stück stark gemacht. Trotzdem, wenn wir am Ende die Konter besser ausgespielt hätten, hätten wir eine Chance gehabt zu gewinnen." (bb/dpa)

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