Sportartikel Adidas sprintet aus der Krise

Herzogenaurach. Adidas hat nach erfolgreichem WM-Geschäft zu alter Stärke gefunden - und will mit einem Jahresgewinn von über einer halben Milliarde Euro aus der Krise sprinten. Adidas-Chef Herbert Hainer rechnet für 2010 nun mit einem Gewinn zwischen 520 und 550 Millionen Euro.
04.08.2010, 13:41
Lesedauer: 2 Min
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Herzogenaurach. Adidas hat nach erfolgreichem WM-Geschäft zu alter Stärke gefunden - und will mit einem Jahresgewinn von über einer halben Milliarde Euro aus der Krise sprinten. Adidas-Chef Herbert Hainer rechnet für 2010 nun mit einem Gewinn zwischen 520 und 550 Millionen Euro.

Der Vorstandschef des Dax-Unternehmens korrigierte damit am Mittwoch seine bisherige Prognose, die von einem Konzerngewinn zwischen 430 bis 480 Millionen Euro ausgegangen war, kräftig nach oben. Der im Vorjahr auf 10,4 Milliarden Euro geschrumpfte Umsatz soll zwischen 3 und 7 Prozent wachsen.

Im ersten Halbjahr hätten neben dem Umsatzschub zur Fußball- Weltmeisterschaft auch geringere Kosten, deutlich gestiegene Einzelhandelsumsätze und ein verbessertes Finanzergebnis zum guten Geschäftsergebnis beigetragen. Allein das Fußballgeschäft habe dem fränkischen Sportartikelhersteller einen Rekordumsatz von 1,5 Milliarden Euro beschert.

Entsprechend kletterte der Umsatz in der ersten Jahreshälfte währungsbereinigt um 7 Prozent auf 5,59 Milliarden Euro, berichtete Hainer. Das Betriebsergebnis stieg im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert um 251 Prozent auf 454 Millionen Euro; unter dem Strich blieb ein Konzerngewinn von 295 Millionen Euro. Noch vor einem Jahr hatte sich Adidas krisenbedingt mit einem Halbjahresgewinn von zwölf Millionen Euro zufriedengeben müssen. «Wir haben eine unheimliche Dynamik am Markt erzeugt. Diese wird uns Rückenwind geben, um in den kommenden Jahren noch höhere Ziele zu erreichen», sagte Hainer.

In guter Form präsentiert sich inzwischen auch die US-Tochter Reebok. «Die Probleme mit Reebok sind vorbei», verkündete Hainer. Das Tochter-Unternehmen habe allein auf dem nordamerikanischen Markt im zweiten Quartal um 30 Prozent zugelegt.

Das starke Halbjahresergebnis hat nach Hainers Angaben vor allem vom guten Geschäft im zweiten Quartal profitiert. Von April bis Juni kletterte der Konzernumsatz um 18,7 Prozent auf 2,917 Milliarden Euro. Deutlich stärker stieg das Betriebsergebnis - und zwar um 172 Prozent auf 195 Millionen Euro. Nach Abzug von Finanzerträgen und Finanzaufwendungen sowie Steuern blieb dem Unternehmen ein Gewinn von 126 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2009 hatte Adidas dagegen lediglich einen Konzerngewinn von 8 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hatte 2009 kräftig auf die Konsumlaune der Adidas-Kundschaft gedrückt. (dpa)

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