Streik der GDL

Alternativen zur Bahn

Erst trifft es den Güterverkehr, dann die Passagiere: Ab der Nacht sollen auch der Nah- und Fernverkehr bestreikt werden. Damit Reisende trotzdem an ihr Ziel kommen, haben wir einige Alternativen für Sie zusammengestellt.
05.11.2014, 15:24
Lesedauer: 2 Min
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Erst trifft es den Güterverkehr, dann die Passagiere: Ab der Nacht sollen auch der Nah- und Fernverkehr bestreikt werden. Damit Reisende trotzdem an ihr Ziel kommen, haben wir einige Alternativen für Sie zusammengestellt.

Mitfahrgelegenheit

Autos sind eine beliebte Alternative zu Reisen mit der Bahn – besonders, wenn die bestreikt wird. Selbst wer kein eigenes Fahrzeug besitzt, kann auch über Autobahnen und Landstraßen dem Arbeitskampf der Lokführer entgehen. Im Internet gibt es viele Plattformen, um eine Mitfahrgelegenheit zu finden, das heißt, man wird gegen eine kleine Gebühr von fremden Menschen in deren Auto mitgenommen. "Beim letzten Streik sind Zehntausende Reisende auf Mitfahrgelegenheiten umgestiegen und das hat sehr gut funktioniert", sagt Simon Baumann, Sprecher von mitfahrgelegenheit.de, einer der größten deutschen Anbieter. Andere Plattformen sind blablacar.de, mitfahrzentrale.de oder bessermitfahren.de. Unabhängig von den großen Plattformen bieten auf Twitter gerade viele Nutzer private Mitfahrgelegenheiten an. Unter diesem Hashtag "#twitfahrzentrale" werden alle Beiträge gesammelt, die Angebote und Suchanfragen für private Fahrten enthalten. Manchmal wird noch das Schlagwort "#bahnstreik" dazugestellt.

Fernbus

Seitdem der Fernbusverkehr Anfang 2013 in Deutschland weitestgehend liberalisiert wurde, sind zahlreiche Anbieter auf den Markt gedrungen und liefern sich einen harten Konkurrenzkampf. Für die Kunden bedeutet das günstige Preise und ein wachsendes Angebot. Auch während des Streiks werden viele Reisende auf die Busse umsteigen. Damit rechnen Anbieter wie Meinfernbus, Flixbus, ADAC Postbus und Deinbus.de. Allerdings werden wohl auch die Preise steigen. "Bei den meisten Fernbussen steigen die Preise mit der Nachfrage", erklärt Andreas Oswald vom Vergleichsportal Fernbusse.de. Zudem erhöhe sich der Preis, je näher das Abfahrtsdatum rückt.

Mietwagen

Straße statt Schiene: Wer kein eigenes Auto hat, kann sich auch eines leihen. Autovermieter wie Sixt oder Rent-A-Car haben bereits bei den letzten Streiks eine deutlich vermehrte Nachfrage verspürt. "Wir haben unsere Flotte für die Streikzeit vergrößert", sagte eine Sprecherin von Europcar. Besonders an den Bahnhöfen und in den größeren Städten habe man zusätzliche Fahrzeuge bereit gestellt. Andere Verleiher werben zum Streik sogar mit extra Angeboten und erlassen beispielsweise die Gebühr, die bei Einwegmieten anfällt. Dennoch: Wer in den kommenden Tagen einen Mietwagen braucht, sollte ihn so schnell wie möglich reservieren. "Auch wenn online angezeigt wird, dass kein Auto in der gewünschten Station vorhanden ist, lohnt es sich unter Umständen, persönlich vor Ort nachzufragen", so die Europcar-Sprecherin.

Carsharing

Schon seit Anfang der 90er-Jahre gibt es die ersten Carsharing-Anbieter in Deutschland, unter anderem auch in Bremen. Gegen eine geringe Gebühr können sich Kunden spontan ein Auto an einer der Stationen in der Stadt holen. Abgerechnet wird pro gefahrenem Kilometer und nach Zeit. Das macht Carsharing zur einer sehr flexiblen Alternative, die sich besonders innerhalb von Städten anbietet. Mittlerweile gibt es viele Anbieter auf dem Markt. Mit Flinkster hat die Deutsche Bahn sogar ein eigenes Carsharing-Angebot, Mitbewerber sind Cambio, Drivenow, Car 2 go und Teilauto.

(stl/dpa)

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