Greenpeace kritisiert Stromverbrauch Amazon und Twitter am Pranger

Washington. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat dem Online-Händler Amazon den großflächigen Einsatz von „schmutziger Energie“ vorgeworfen. Beim Betrieb der Amazon Web Services (AWS), einem der größten Cloud-Services weltweit, komme vor allem Atomstrom und Energie aus Kohlekraftwerken zum Einsatz.
04.04.2014, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Christoph Dernbach

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat dem Online-Händler Amazon den großflächigen Einsatz von „schmutziger Energie“ vorgeworfen. Beim Betrieb der Amazon Web Services (AWS), einem der größten Cloud-Services weltweit, komme vor allem Atomstrom und Energie aus Kohlekraftwerken zum Einsatz. Damit würden auch Clouddienste wie Netflix, Pinterest, Spotify und Vine, die technisch auf AWS aufsetzen, mit „schmutzigem Strom gespeist“, heißt es in einem Greenpeace-Bericht. Ähnlich schlechte Noten wie Amazon erhält der Kurznachrichtendienst Twitter, der im Vergleich zu AWS allerdings deutlich weniger Strom verbraucht.

Als Vorbild für die Branche lobt Greenpeace den US-Konzern Apple. Der Anbieter von iCloud betreibe alle seine Rechenzentren zu einhundert Prozent mit Solarenergie oder anderen „grünen“ Energiequellen und sei damit einer der größten Verbraucher von erneuerbarer Energie in den USA. Vor zwei Jahren hatte Greenpeace Apple noch an den Pranger gestellt, weil damals ein Teil der Rechenzentren mit Strom aus Kohle- und Atomanlagen lief. Fast so gute Noten wie für Apple verteilte Greenpeace an Facebook und Google. Sie hätten enorme Anstrengungen unternommen, um auf saubere Energiequellen umzusteigen.

Würden die weltweit angebotenen Clouddienste wie eine Nation behandelt, stünden sie mit 684 Milliarden Kilowattstunden hinter China, USA, Japan, Indien und Russland auf Platz sechs der Energieverbraucher – also noch vor Ländern wie Deutschland, Kanada, Brasilien, Frankreich und Großbritannien.

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