Hamburg baut Energiefirma auf

Anpacken nach dem Netzrückkauf

Hamburg. Nach dem Netzrückkauf steckt die städtische Betreiberin Stromnetz Hamburg noch mitten im Firmenaufbau. Die Zahl der Mitarbeiter steige bis Frühjahr nächsten Jahres von 138 auf 1100, berichtete Personalchef Jürgen Grieger am Dienstag in Hamburg.
22.04.2015, 00:00
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Nach dem Netzrückkauf steckt die städtische Betreiberin Stromnetz Hamburg noch mitten im Firmenaufbau. Die Zahl der Mitarbeiter steige bis Frühjahr nächsten Jahres von 138 auf 1100, berichtete Personalchef Jürgen Grieger am Dienstag in Hamburg. „Aus sechs Unternehmenskulturen müssen die Mitarbeiter integriert werden.“

Nach einem Volksentscheid hatte die Stadt Hamburg das Stromnetz im Februar 2014 – wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar – wieder komplett von Vattenfall übernommen und zahlte dafür mindestens 655 Millionen Euro. Für 2014 fließt ihr der Jahresüberschuss der Stromnetz GmbH in Höhe von 34,5 Millionen Euro 2014 zu.

Im 1. Quartal 2016 will sich das Unternehmen mit Kundenservice, Personalmanagement, IT, Rechenzentrum und Netzservice neu aufgestellt haben. Parallel dazu wird weiter kräftig in veraltete Anlagen investiert. 2014 flossen rund 182 Millionen Euro in die Sanierung und den Ausbau der Netzinfrastruktur. In diesem Jahr werden es rund 142 Millionen Euro sein, einschließlich 33 Millionen Euro für IT. Diese stehe von Vattenfall nicht mehr zur Verfügung, erläuterte der kaufmännische Geschäftsführer Christian Heine. Nach dem Kooperationsvertrag mit der Stadt sollen bis 2024 insgesamt rund zwei Milliarden Euro in die Netze investiert werden. Etliche Anlage stammen noch aus den 1960er-Jahren. Stromnetzbetreiber erheben bei Energieversorgern für die Durchleitung von Strom festgelegte Netznutzungsentgelte. Sie wiederum machen rund ein Fünftel des Strompreises aus, der vom Endkunden verlangt wird.

Im Personalbereich will Stromnetz Hamburg jährlich rund 30 bis 40 Auszubildende vor allem für elektrotechnische Berufe einstellen. Bis zum Jahr 2033 müssten altersbedingt rund 624 Stellen neu besetzt werden, sagte Grieger.

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