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Arbeitskosten lassen sich absetzen

Für die meisten Bürger ist in ­Sachen Steuererklärung der 31. Mai der Stichtag – es sei denn, man hat beim Fiskus Verlängerung beantragt oder man wird von einem Steuerberater vertreten.
19.04.2017, 00:00
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Von Bianca Kläner
Arbeitskosten lassen sich absetzen

Wer sich für den Frühjahrsputz professionelle Hilfe holt, kann die Kosten zum Teil steuerlich geltend machen.

Ralf Hirschberger, dpa

Für die meisten Bürger ist in ­Sachen Steuererklärung der
31. Mai der Stichtag – es sei denn, man hat beim Fiskus Verlängerung beantragt oder man wird von einem Steuerberater vertreten. In Sachen Absetzbarkeit von Ausgaben hat die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH) etliche Tipps.

So empfiehlt der Verein, bei Gartenarbeiten durch Profis daran zu denken, was sich steuerlich geltend machen lässt und was nicht. Denn viele Eigentümer möchten im Frühling ihren Garten neu gestalten, etwa eine neue Terrasse anlegen, das Grundstück ebnen oder den Hof neu pflastern. Handelt es sich bei den von Experten ausgeführten Leistungen um Aushub-, Erd-, Pflaster- oder Pflanzarbeiten, könne der Besitzer die Arbeitskosten in der Steuererklärung als Handwerkerleistung angeben, so die VLH. Gleiches gilt für umfangreiche Arbeiten zur Gartengestaltung oder -pflege. Ob ein bereits vorhandener Garten neu angelegt oder lediglich umgestaltet wird, spielt dabei keine Rolle. Das entschied der Bundesfinanzhof in seinem Urteil von 2011 (Aktenzeichen VI R 61/10).

Und wie sieht es mit dem Frühjahrsputz aus? „Da diese Tätigkeiten regelmäßig im Haushalt anfallen und auch von einem Haushaltsmitglied erledigt werden könnten, lassen sich die Ausgaben für den Profi als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen“, rät die VLH. Für die Steuererklärung ist laut dem Verein folgende Regel anzuwenden: 20 Prozent der jeweils anfallenden Anfahrts-, Arbeits- und Maschinenkosten können geltend gemacht werden, insgesamt bis zu 4000 Euro im Jahr. Da Materialkosten nicht berücksichtigt werden, sollten die verschiedenen Posten in der Rechnung stets getrennt ausgewiesen sein. Die Summe muss der Auftraggeber immer überweisen, denn das Finanzamt erkennt keine Barzahlung an.

Zudem ist laut VLH die Haftpflichtversicherung eines Hundehalters absetzbar. Steuerzahler können die Beiträge in der Regel als Sonderausgabe geltend machen. Sinnvoll ist dies dem Verein zufolge, wenn man den zulässigen Höchstbetrag noch nicht ausgeschöpft hat. Er beträgt bei Einzelveranlagung 1900 Euro, bei Zusammenveranlagung 3800 Euro. Nach Angaben der VLH gilt der Steuervorteil nicht für andere Tierversicherungen wie solche gegen Krankheit.

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