Arbeitsmarkt Arbeitsminister beraten über weltweite Jobkrise

Washington. Die Arbeitsminister der größten Industriestaaten (G20) suchen nach Wegen, wie sie die Weltwirtschaft wieder aus der größten Jobkrise seit Jahrzehnten führen können.
20.04.2010, 18:00
Lesedauer: 1 Min
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Washington. Die Arbeitsminister der größten Industriestaaten (G20) suchen nach Wegen, wie sie die Weltwirtschaft wieder aus der größten Jobkrise seit Jahrzehnten führen können.

Erstmals trafen sie dazu am Dienstag in Washington zu einem zweitägigen Gipfel zusammen. Die Minister, deren Länder 85 Prozent des weltweiten Arbeitsmarktes ausmachen, wollen dort Erfahrungen austauschen und politische Maßnahmen zur Krisenbewältigung erörtern. Auf der zweitägigen Konferenz wollen sie sich auf Empfehlungen einigen, um die Jobsituation wieder zu verbessern.

Die jüngste Krise hat seit 2008 auf dem Arbeitsmarkt mehr Schaden angerichtet als jede Rezession seit der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren. Während es inzwischen wirtschaftlich wieder leicht aufwärts geht, steckt der Arbeitsmarkt weiter in der Talsohle: Weltweit haben durch die Krise rund 34 Millionen Menschen ihre Jobs verloren. Mit 212 Millionen Erwerbslosen erreichte die Arbeitslosigkeit rund um den Globus 2009 einen Rekordstand.

Gleichzeitig geht die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in Genf davon aus, dass die milliardenschweren staatlichen Eingriffe in der Wirtschafts- und Finanzkrise fast 21 Millionen Arbeitsplätze gerettet haben. Nun wollen die Arbeitsminister weitere Schritte einleiten, um zum einen mehr Jobs zu schaffen und zum anderen die bestehenden Arbeitsplätze sicherer und besser zu machen.

An dem Treffen in den USA wollte ursprünglich auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen teilnehmen. Wegen des Flugverbots nach dem Vulkanausbruch in Island musste sie - wie andere europäische Kollegen - ihre Reise jedoch absagen. (dpa)

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