Bonus für Stiftung „Aus Liebe zum Ort“ / Geld fließt in die Kirchenarbeit der beteiligten Gemeinden Aus drei mach' vier

Lunsen. Erfreulichen Besuch erhielt der Stiftungsrat der Stiftung „Aus Liebe zum Ort“ bei seiner letzten Sitzung: Martin Käthler vom Landeskirchenamt in Hannover überreichte einen symbolischen Scheck über 21916,35 Euro. Diese Summe ist die Bonifizierung der eingeworbenen Mittel der vergangenen zwei Jahre.
08.05.2016, 00:00
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Lunsen. Erfreulichen Besuch erhielt der Stiftungsrat der Stiftung „Aus Liebe zum Ort“ bei seiner letzten Sitzung: Martin Käthler vom Landeskirchenamt in Hannover überreichte einen symbolischen Scheck über 21916,35 Euro. Diese Summe ist die Bonifizierung der eingeworbenen Mittel der vergangenen zwei Jahre. Die Landeskirche Hannovers hat nach dem Motto „Aus drei mach' vier“ für jeweils drei gestiftete Euro einen vierten als Bonus dazu gestiftet. Für die gemeinsame Stiftung der sechs Kirchengemeinden in der Region „Im Westen der Weser“ heißt das: Es wurden in den Jahren 2014 und 2015 insgesamt 65749,05 Euro an Stiftungskapital eingenommen.

„Damit sind Sie in der Landeskirche ganz oben dabei“, kommentierte Käthler. Im Durchschnitt liegen die Ergebnisse der beteiligten Stiftungen eher bei 15000 bis 30000 Euro. Das Programm der Landeskirche fördert die Idee der Stiftungen, um kirchliche Arbeit auch für die Zukunft abzusichern. Mittelfristig werden die Einnahmen aus der Kirchensteuer weiter sinken, da durch den demografischen Wandel und die allgemeinen Veränderungen in der Gesellschaft die Zahl der Mitglieder weiter abnimmt. „Im Bereich der Stiftungen hat die Erfahrung jedoch gezeigt,“ berichtet Käthler, „dass auch Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind oder einer anderen Konfession angehören, durchaus bereit sind, für konkrete Projekte vor Ort größere Beträge zu spenden. Hier wird ganz klar gesehen, dass Kirche auch gesellschaftliche Aufgaben übernimmt.“ In der gesamten Landeskirche Hannovers sind 13000000 Euro innerhalb des letzten Bonifizierungszeitraums für die Stiftungen eingeworben worden. „Relativ neu ist dabei immer noch,“ so Käthler, „dass auch Erbschaften oder Vermächtnisse an die Stiftungen gehen.“ Im Kirchenkreis Verden gibt es insgesamt zwölf Stiftungen, die die kirchliche Arbeit fördern. Im Westen der Weser bei der Stiftung „Aus Liebe zum Ort“ gibt es guten Grund stolz zu sein. „Mit dem jetzigen Stand von 467524,26 Euro ist unser großes Ziel vom Anfang fast erreicht“, berichtet Henning Schrader, der Vorsitzende des Stiftungsrates. „Bei der Gründung im Jahr 2007 hatten wir uns die halbe Million Stiftungskapital als fernes Ziel gesetzt. Damals war noch die Hoffnung damit verbunden, dass wir aus den Erlösen Anteile einer Pfarrstelle finanzieren können. Doch die derzeitige Lage am Zinsmarkt macht uns da einen gehörigen Strich durch die Rechnung.“

Angelegt wird das Geld gemeinsam mit dem Kapital der anderen Stiftungen im Kirchenkreis in Wertpapieren. Dabei wird besonders auf eine sichere Geldanlage geachtet. Wenn auch noch nicht genügend Geld zur Mitfinanzierung einer Pfarrstelle einkommt, so kommen die Gewinne von etwa 8000 Euro im Jahr doch der kirchlichen Arbeit zugute. Es werden Projekte der beteiligten Gemeinden Blender, Intschede, Lunsen, Oiste, Riede und Thedinghausen gefördert. Beispielsweise wird die Fahrt der Konfirmanden in der Region unterstützt. In Blender konnten mit dem Ertrag die Stunden der Pfarrsekretärin ausgeweitet werden. In Thedinghausen wurden die Orgelrenovierung sowie die Mikrofonanlage und der Lift beim Kirchenzugang unterstützt, ebenso die großen regionalen Tauffeste an der Weser. In Oiste wurden eine Rampe für den barrierefreien Zugang zur Kirche und die Erneuerung der Friedhofsmauer bezahlt. Lunsen erhielt eine Förderung zur Erneuerung der Lautsprecheranlage. Auch in Riede wurden verschiedene Projekte gefördert, wie etwa wein Konzert des Chores „Nachklang“ und ein Bollerwagen für den Spielkreis. Dieses Jahr wird die Initiative sich beim Open Air Gottesdienst am Pfingstmontag in Intschede und beim Taufest an der Weser im August präsentieren.

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