Hof der Familie Fischer gehört zu den 15 besten Milcherzeugern in Niedersachsen

Ausgezeichneter Milchbetrieb

Stuhr. Im Beisein zahlreicher hochrangiger Gäste erhielten Janine und Heiko Fischer ein repräsentatives Hofschild. Dieses ist die sichtbare Auszeichnung für den Milchviehbetrieb, der es im Dezember 2017 unter die 15 besten der rund 8500 Milcherzeuger in Niedersachsen geschafft hatte.
22.04.2018, 00:00
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Ausgezeichneter Milchbetrieb

Familie Fischer erhielt ein offizielles Hofschild als sichtbare Auszeichnung für den vorbildlichen Milchviehbetrieb.

Stuhr. Im Beisein zahlreicher hochrangiger Gäste erhielten Janine und Heiko Fischer ein repräsentatives Hofschild. Dieses ist die sichtbare Auszeichnung für den Milchviehbetrieb, der es im Dezember 2017 unter die 15 besten der rund 8500 Milcherzeuger in Niedersachsen geschafft hatte. Familie Fischer darf sich seitdem zu den besten Milcherzeugern Niedersachsens zählen. Sie erhielt im „Alten Kurhaus“ in Bad Zwischenahn aus den Händen der Niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast die Ehrung in Form einer Urkunde und einer „Mini-Olga“ für das Revers.

Seitdem hängt nun das attraktive Hofschild, das Jan Heusmann, Vorstand der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN), als Anerkennung der herausragenden Arbeit des Betriebes im Rahmen einer Feierstunde überreichte. Das Hofschild informiert alle Hofbesucher über diesen Erfolg. Zahlreiche Ehrengäste waren anwesend, unter anderem Gerhard Brüning, Mitglied des Beirates der DMK Deutsches Milchkontor eG, Hans Janssen vom Milchkontrollverband Elbe-Weser sowie Larissa Delicat von der Volksbank eG Syke.

Das Engagement der Wettbewerbsteilnehmer, das den Weg für einen Dialog mit den Verbrauchern bereite, lobte Jan Heusmann, Vorstand der LVN: „Im Rahmen der Teilnahme am Milchlandpreis haben die Familien unter Beweis gestellt, dass sie verantwortungsbewusst mit jedem einzelnen Tier und der Umwelt umgehen. Sie sind bereit, offen und ehrlich mit den Menschen außerhalb der Landwirtschaft in den Dialog zu treten. Dadurch bringt der Milchlandpreis Konsumenten und Produzenten wieder näher zusammen.“

Mit dem Milcherzeugerwettbewerb, so Heusmann weiter, habe die LVN schon früh den Wunsch nach Transparenz in der Produktion von Milch erkannt. Mit dem Milchlandpreis habe sie bereits vor 17 Jahren eine Plattform geschaffen, das Bestreben um Nachhaltigkeit in der niedersächsischen Milchwirtschaft transparent darzustellen und es in den Blickpunkt des berufsständischen und öffentlichen Interesses zu stellen.

„Die ganztägigen Audits der Jury auf den Höfen offenbarten Einblicke in besonders vorbildlich geführte Betriebe“, sagte Heusmann. „So auch bei Familie Fischer, die es bereits 2016 beim Milchlandpreis unter die Top 20 geschafft hat. Der Hof der Familie liefert einen großen freiwilligen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit in der Milchwirtschaft. Beispielsweise haben die Fischers eine Milchtankstelle eingerichtet, um direkt mit den Verbrauchern zu kommunizieren.“

Der Milchlandpreis-Erfolg seines langjährigen Milchlieferanten freute auch das Mitglied des Beirats der DMK Deutsches Milchkontor eG, Gerhard Brüning: „Mit der Familie Fischer ehrt die LVN einen hervorragenden Milchviehbetrieb. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit ist die Familie sehr engagiert, was allen in der Milchwirtschaft Tätigen zugute kommt.“

Der Betrieb der Fischers in Stuhr gehört in der dritten Generation zum Eigentum der Familie. Die Geschichte des Hofes lässt sich bis 1610 zurückverfolgen. Familie Fischer bewirtschaftet insgesamt 103 Hektar Land und hält 140 Milchkühe und eine entsprechende weibliche Nachzucht. Die Herde erbringt eine sehr gute Milchleistung von rund 10 700 Kilogramm pro Kuh und Jahr bei einem Fettgehalt von 3,94 Prozent und einem Eiweißgehalt von 3,25 Prozent. Die Milch wird an die DMK Deutsches Milchkontor eG geliefert.

Das Besondere am Milchlandpreis-Wettbewerb ist, dass sich die ausgezeichneten Milchviehhalter nach ihrer Bewerbung einem mehrstufigen Beurteilungsverfahren unterzogen haben. Zur Bewertung der Nachhaltigkeit der Wirtschaftsweise der einzelnen Betriebe prüft eine Fachjury mit insgesamt 16 Fachleuten nicht nur die Höfe besonders intensiv, sondern insbesondere auch deren Aktivitäten in den Bereichen Ökologie, Tierwohl, Soziales und Ökonomie. „Ziel ist es, jedes Jahr einen Milcherzeugerbetrieb als Preisträger der ,Goldenen Olga' zu ermitteln und auszuzeichnen, der nicht nur eine optimale Rohmilch produziert, sondern der hervorragend wirtschaftet und sich durch einen besonders verantwortungsbewussten Umgang mit seinen Tieren, der Umwelt und den auf dem Hof arbeitenden Menschen heraushebt“, so die Landesvereinigung in der Wettbewerbs-Ausschreibung.

Verlässlich und aktiv zeigten sich in diesem Jahr erneut die langjährigen Sponsoren des Milchlandpreises: die Maschinenfabrik Bernard Krone, das Landmaschinenhandelsunternehmen LVD Bernard Krone, die Firma GEA Farm Technologies GmbH, die Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems sowie die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Niedersachsen und Bremen. Alle Sponsoren unterstützen den Milchlandpreiswettbewerb insbesondere auch deshalb, weil sie sich eng mit der Milchwirtschaft im norddeutschen Raum verbunden fühlen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse http://www.milchlandpreis.de.

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