Auto Auto Show in Detroit: Dicke Trucks und kleine Flitzer

Detroit. Die Autobranche startet mit viel Rückenwind ins neue Jahr. Vor der traditionsreichen Branchenmesse in der "Motor City" Detroit ist nach einem starken Jahr 2011 von Schuldenkrise und Rezessionsgefahr derzeit wenig zu spüren.
08.01.2012, 17:40
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Detroit. Die Autobranche startet mit viel Rückenwind ins neue Jahr. Vor der traditionsreichen Branchenmesse in der "Motor City" Detroit ist nach einem starken Jahr 2011 von Schuldenkrise und Rezessionsgefahr derzeit wenig zu spüren.

Die "North American International Auto Show" (NAIAS) eröffnet an diesem Montag ihre Pforten, zuerst nur für die Presse und Händler, vom 14. bis 22. Januar dann auch für die Allgemeinheit. Im vergangenen Jahr kamen rund 735 000 Menschen.

Die Auto Show in Detroit ist ein Heimspiel für die drei großen US-Hersteller, die nach dem Überstehen ihrer Insolvenzen - General Motors und Chrysler - beziehungsweise ihrer Sanierung aus eigener Kraft - Ford - mit unübersehbarem Selbstbewusstsein auftreten. Doch auch die deutschen Hersteller VW, BMW und Mercedes sind in Feierlaune. Sie haben 2011 Spitzenverkäufe in den USA erzielt und wollen 2012 ihren Marktanteil weiter ausbauen.

Mehr als 40 Weltpremieren sind in Detroit angekündigt. Eine der spannendsten ist ein "kleiner" Cadillac. Die Mittelklasse-Limousine ATS soll die etwas angestaubte US-Kultmarke aufpeppen und zielt vor allem auf jene jungen Fahrer, die heute eher in einen 3er BMW einsteigen. Cadillac hinkt mit seinen Verkäufen im Heimatmarkt den Bayern oder auch Mercedes deutlich hinterher. Überdies rollt Audi mit zuletzt deutlichen Zuwächsen das Feld von hinten auf.

Nissan wird einen Ausblick auf die Neuauflage seines Geländewagen-Klassiker Pathfinder geben, Porsche die jüngste Cabrio-Variante seiner Sportwagen-Ikone 911 ins Scheinwerferlicht rollen. Der von Fiat kontrollierte Chrysler-Konzern wird den kompakten Dodge Dart vorstellen, in dem viel italienisches Know-how steckt. Bislang ist Chrysler bei Klein- und Kompaktwagen eher schwach aufgestellt; mehr als zwei Drittel der Verkäufe entfällt auf SUV oder Pick-up-Trucks.

Die Spritschlucker dürften auch auf den Ständen der Rivalen GM oder Ford die Hingucker sein, wenngleich das Angebot an kleineren Fahrzeugen oder auch alternativen Konzepten wie Elektroautos zunimmt. Die USA sind jedoch ein Land der fetten Kisten: Nach Angaben des Marktforschers Autodata haben alle Hersteller im vergangenen Jahr annähernd 5,9 Millionen der sogenannten Light Trucks verkauft - aber nur gut 5,7 Millionen Pkw. (dpa)

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