Kosmetik Beiersdorf-Manager Pinger wird neuer Celesio-Chef

Stuttgart/Hamburg. Der Beiersdorf-Manager Markus Pinger wird neuer Vorstandschef des Pharmagroßhändlers Celesio. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mit. Pinger übernehme die Position zum 15. August.
23.06.2011, 16:20
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste

Stuttgart/Hamburg. Der Beiersdorf-Manager Markus Pinger wird neuer Vorstandschef des Pharmagroßhändlers Celesio. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mit. Pinger übernehme die Position zum 15. August.

Der bisherige Celesio-Chef Oesterle scheide Ende Juni aus dem Unternehmen aus. Für die Übergangsphase übernehme Celesio-Vorstandsmitglied Wolfgang Mähr den Vorstandsvorsitz. Oesterle verlässt nach Differenzen mit dem Aufsichtsratschef des Großaktionärs Haniel, Jürgen Kluge, das Unternehmen. Oesterle bekommt nach früheren Angaben eine Abfindung von 9,1 Millionen Euro, sein Vertrag wäre noch bis Ende 2013 gelaufen.

Oesterle hatte Mitte Juni noch eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Dem Konzern mit mehr als 23 Milliarden Euro Umsatz machten die staatlichen Sparmaßnahmen in vielen europäischen Länder stärker als erwartet zu schaffen. Um gegenzusteuern, will Celesio das Geschäft mit freiverkäuflichen Medikamenten und Produkten in Apotheken ausbauen.

Pinger gehörte dem Beiersdorf-Vorstand seit 2005 an; seit Mitte 2010 war er auch für das Markengeschäft verantwortlich. Er war auch als Nachfolger für Vorstandschef Thomas-B. Quaas im Gespräch, dessen Vertrag allerdings noch nicht in nächster Zeit ausläuft.

Nachfolger von Pinger beim Nivea-Hersteller Beiersdorf wird bereits zum 1. Juli der 50-jährige Ralph Gusko, zuletzt Geschäftsführer Nordeuropa. Er werde zum 1. Juli das Vorstandsressort Brands & Supply Chain übernehmen, teilte der Konzern am Donnerstag in Hamburg mit. Gusko arbeitet seit 22 Jahren bei Beiersdorf und hat Erfahrungen auf verschiedenen Positionen im In- und Ausland gesammelt, unter anderem auch in Asien.

Ihm fällt nun die Schlüsselrolle für die Umsetzung der neuen Strategie für die Weltmarke Nivea zu. Beiersdorf hatte Ende vergangenen Jahres ein umfangreiches Maßnahmenpaket verabschiedet, um Profitabilität und Wachstum des Konzerns zu verbessern. In der Folge hatte Beiersdorf unter anderem die Marken Juvena und Marlies Möller verkauft und die Schließung oder den Verkauf einer Kosmetik-Fabrik in Baden-Baden beschlossen.

In den vergangenen Jahren haben mehrere Spitzenmanager den Nivea-Hersteller verlassen; entweder aus Altersgründen oder um attraktive Positionen in größeren Konzernen zu übernehmen. Beiersdorf nimmt bei der Bezahlung der Vorstände eher einen der hinteren Ränge unter den Konzernen im Deutschen Aktienindex DAX ein.

Zudem ist aus dem Unternehmen zu hören, dass sich die Hamburger Unternehmerfamilie Herz sehr detailliert für die Arbeit der Vorstände interessiert. Den Tchibo-Eignern gehört die Mehrheit an Beiersdorf. (dpa)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+