Bremen Beim Pfandtausch abkassiert

Bremen (wk). Herr M. hat eine Immobilie in Bremen gekauft und finanziert.
22.10.2013, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von WESER-KURIER

Herr M. hat eine Immobilie in Bremen gekauft und finanziert. Aus persönlichen Gründen sucht er ein neues Objekt, möchte aber den bisherigen Kreditvertrag auf das neue Objekt übertragen. Die Bank prüft und verlangt dann für den Pfandtausch eine Gebühr in Höhe von 2200 Euro. Abzocke?

Die Kreditinstitute dürfen für eine Wertermittlung der Immobilie keine Gebühren verlangen. Beim sogenannten Pfandtausch wird aber weiterhin zugeschlagen. Dabei wird hier nichts anderes ermittelt als bei einem Vertragsabschluss. Der Beleihungswert der Immobilie wird berechnet. Schaut man sich die Preisverzeichnisse der Banken und Sparkassen an, erkennt man sehr schnell das Problem. Je nach Institut und Bankenverbund sind enorme Preisspannen erkennbar. Und diese können sicher nicht durch einen „höheren“ Aufwand erklärt werden. Volks- und Raiffeisenbanken verlangen Gebühren zwischen 250 Euro und einem Prozent der Restschuldsumme. Sparkassen verlangen zwischen 100 und 500 Euro. Versicherungen und Banken erwarten eine Gebühr zwischen 500 Euro und maximal einem Prozent der Darlehenssumme.

Bei einem Darlehen von 200000 Euro kann die Gebühr also zwischen 100 und 2000 Euro liegen – eine Preisspanne von 1900 Euro, je nach Kreditinstitut. Dies ist nur zu begründen mit einer willkürlichen Festlegung. Aus diesem Grunde ist bei einer Wahl des Finanzierungspartners auch darauf zu achten, welche Gebühren für diverse Vorgänge bei einer Immobilienfinanzierung verlangt werden. Der vorherige Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis ist also dringend zu empfehlen.

Wer mehr zum Thema wissen möchte, kann sich an die Verbraucherzentrale Bremen wenden, Telefon 0421/160777.

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