Lebenshilfe Verden macht sich das in der Justiz entwickelte „Verdener Modell“ zunutze Beratung für die Schulassistenten

Verden. Der berufliche Alltag eines Schulassistenten ist nicht immer einfach. In erster Linie arbeiten Schulassistenten mit den von ihnen unterstützten Schülern, um ihnen einen erfolgreichen Schulbesuch zu ermöglichen.
15.04.2018, 00:00
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Von FR

Verden. Der berufliche Alltag eines Schulassistenten ist nicht immer einfach. In erster Linie arbeiten Schulassistenten mit den von ihnen unterstützten Schülern, um ihnen einen erfolgreichen Schulbesuch zu ermöglichen. Daneben bestehen jedoch vielfältige Kontakte zu Lehrern und Eltern, welche verschiedenste Erwartungen und Anforderungen an die Schulassistenten haben. In so einem Beziehungsgeflecht zu arbeiten, ist nicht immer konfliktfrei. Auch sind Schulassistenten in ihrem Berufsalltag häufig als Einzelkämpfer unterwegs, denen ein regelmäßiger Austausch mit Kollegen fehlt. Wohin also mit Problemen, Konflikten und offenen Fragen?

Die Abteilung Schulassistenz der Offenen Hilfen der Lebenshilfe Verden bietet ihren Mitarbeitern mit der sogenannten Kollegialen Beratung schon seit einiger Zeit eine Möglichkeit der Supervision, um Schwierigkeiten im Arbeitsalltag strukturiert und in einem angemessenen Rahmen zu bearbeiten. Um die Qualität der Beratung weiter zu verbessern und neue Multiplikatoren für die Beratungsgruppen auszubilden, fand kürzlich ein zweitägiges Seminar statt. Hierfür konnte die Lebenshilfe Verden Christian Steudel-Schult als Fachmann auf dem Gebiet der Kollegialen Beratung als Referenten gewinnen. Als Mitarbeiter der Justizverwaltung Verden, justizinterner Coach, Supervisor sowie nicht zuletzt als Mit-Autor des „Verdener Modells der Kollegialen Beratung“ konnte Steudel-Schult viel beraterisches Know-how und reichhaltige Erfahrungen an eine Gruppe der Schulassistenten weitergeben. Bei dem „Verdener Modell“ handelt es sich um eine qualifizierte Beratungsstruktur, die von Mitarbeitern der Verdener Justiz entwickelt wurde und seit mehreren Jahren erfolgreich in der niedersächsischen Justiz genutzt wird. Auf der Suche nach einem praktikablen Beratungsmodell wurde die Lebenshilfe quasi in ihrer Nachbarschaft fündig.

Und so verfügt die Lebenshilfe Verden ab sofort über zehn ausgebildete engagierte Multiplikatoren des „Verdener Modells“ und kann den mehr als 70 Beschäftigten der Abteilung Schulassistenz eine fundierte Unterstützung für ihren Arbeitsalltag anbieten. Regelmäßige Treffen in Kleingruppen, in denen sich die Kollegen gegenseitig mithilfe des „Verdener Modells“ in strukturierten Beratungsgesprächen darin unterstützen, Fragen und Probleme ihres Arbeitsalltags zu lösen, sind fester Bestandteil einer Tätigkeit als Schulassistent bei der Lebenshilfe Verden. Eine bessere Vernetzung der Kollegen miteinander, eine Evaluation der täglichen Arbeit sowie fachlicher Austausch sind wichtige Effekte der Kollegialen Beratung, von der alle Beteiligten profitieren.

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