Berlin

Böckler-Stiftung fordert Investitionen

Berlin (kaa). Auch im Jahr 2015 wird die Überwindung der Krise im Euroraum das wichtigste wirtschaftspolitische Thema sein. Das erklärte der Wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung
08.01.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Böckler-Stiftung fordert Investitionen
Von Kathrin Aldenhoff

Auch im Jahr 2015 wird die Überwindung der Krise im Euroraum das wichtigste wirtschaftspolitische Thema sein. Das erklärte der Wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung

, Gustav Horn, gestern in Berlin. Wegen der Krise bleibe der Euroraum wirtschaftlich deutlich hinter den USA und Großbritannien zurück. „Um uns herum ist sehr viel Not auf dem Arbeitsmarkt.“ Insgesamt gebe es im Euroraum einen Wohlstandsschwund. Griechenland zum Beispiel sei um ein Viertel ärmer als vor der Krise im Jahr 2008, Deutschland lediglich um drei Prozent reicher als vor sieben Jahren. Einen Austritt Griechenlands aus dem Euro und somit aus der EU hält Horn für wirtschaftspolitisch schlecht und politisch verheerend.

Um die Krise im Euroraum zu überwinden sei es nötig, öffentliche Investitionen deutlich auszuweiten. In seiner Analyse kommt das IMK zu dem Ergebnis, dass für eine erfolgsversprechende Investitionsoffensive im Euroraum in den kommenden drei Jahren jährlich mindestens 100 Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln ausgegeben werden müssten. Das würde die Binnennachfrage stimulieren und für mehr Wachstum und Zuwächse bei der Beschäftigung sorgen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+