Radio gehört zum Alltag dazu : Neueste Zahlen aus der Media-Analyse vorgestellt Bremen eins liegt in der Hörergunst vorn

Das Radio begleitet die Deutschen durch den Alltag: 78,3 Prozent der Einwohner ab zehn Jahren schalten täglich ein, wie die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Sie hören im Durchschnitt mehr als vier Stunden, nämlich 242 Minuten. Im Land Bremen liegen dabei die Programme von Radio Bremen klar vorn.
05.03.2015, 00:00
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Das Radio begleitet die Deutschen durch den Alltag: 78,3 Prozent der Einwohner ab zehn Jahren schalten täglich ein, wie die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Sie hören im Durchschnitt mehr als vier Stunden, nämlich 242 Minuten. Im Land Bremen liegen dabei die Programme von Radio Bremen klar vorn.

Die Programme von Radio Bremen liegen im kleinsten Bundesland in der Hörergunst weiterhin stabil vorne. Während Bremen Eins an Marktanteil leicht hinzugewinnen konnte, landete die junge Welle Bremen Vier mit leichten Verlusten auf Platz zwei. Das geht aus der neuesten Media-Analyse hervor, die am Mittwoch vorgestellt wurde. Einen Hörerzuwachs gab es auf Rang drei beim privaten Mitbewerber Energy Bremen. NDR 1 kam mit Verlusten auf Platz vier im Land Bremen.

Der Marktanteil aller Radio Bremen-Programme stieg um 1,1 Prozentpunkte auf 48,5 Prozent im Land Bremen, montags bis freitags. Bremen Eins ist dabei einer der Gewinner und die Nummer eins nach der Befragung: Noch mehr Hörerinnen und Hörer im Land Bremen als im Vorjahr entschieden sich für die erfolgreiche Welle: Die Tagesreichweite montags bis freitags für das Hörfunkprogramm mit Hits und Oldies verbesserte sich für Bremen und Bremerhaven um 0,8 Prozentpunkte auf den neuen Bestwert von 22,1 Prozent.

Auch Bremen Vier komme weiterhin gut an, frohlockt Programmdirektor Jan Weyrauch. Jeder fünfte Bremer hört die junge Hörfunkwelle für Bremen und umzu. Mit 21,9 Prozent Tagesreichweite montags bis freitags im Land Bremen ist Bremen Vier das zweitbeliebteste Radioprogramm im Land Bremen. Ebenfalls hat das Nordwestradio im Sendegebiet an Reichweite dazugewonnen. Die Programmreform im vergangenen Jahr bescherte dem informativen Kulturradio von Radio Bremen und dem NDR 1,5 Prozent Tagesreichweite im Sendegebiet, im Vorjahr lagt der Anteil bei 1,3 Prozent. Einen leichten Rückgang hat das Funkhaus Europa zu verzeichnen. Die Radio-Adresse, die gemeinsam von WDR und Radio Bremen in Zusammenarbeit mit dem RBB betrieben wird, erreicht 930 000 Hörer, im Vorjahr waren es 940 000.

Im benachbarten Niedersachsen gibt es ebenfalls keine großen Überraschungen. Demnach liegen die NDR-Radiosender in der Hörergunst weiterhin klar vorn. Der Marktanteil der NDR-Programme liegt in der Summe weiter bei gut 50 Prozent. Meistgehörter Sender bleibt bei leichten Verlusten NDR 1, gefolgt von NDR 2 – dieses Programm konnte Hörer dazugewinnen. Meistgehörter Privatsender in Niedersachsen bleibt auf Rang drei mit Einbußen Radio ffn. Auf Platz vier in der Hörergunst landet mit leichten Verlusten Antenne Niedersachsen. Täglich schalten 1,38 Millionen Hörer den NDR-Jugendsender N-JOY ein – das sind noch einmal rund 30.000 mehr als bei der letzten Media-Analyse vom Sommer 2014. Die Tagesreichweite in Norddeutschland stieg zum fünften Mal in Folge an – von zuletzt 9,8 auf jetzt 10 Prozent. Sie ist damit erstmals zweistellig.

Insgesamt haben allerdings die öffentlich-rechtlichen Radiosender innerhalb eines guten halben Jahres mehr als eine Million Hörer verloren. Dennoch bleiben sie im Kampf mit der privaten Konkurrenz weiter vorne. Nach einer Umfrage werden die ARD-Wellen täglich von Montag bis Freitag von 38,67 Millionen Menschen eingeschaltet. Die Privatsender kommen auf 31,98 Millionen. Im Vergleich zu den ARD-Sendern, die bei der letzten Erhebung noch 39,71 Millionen Menschen erreichten, fielen die Verluste der Privatsender erheblich geringer aus. Diese büßten rund 250 000 Hörer ein. Insgesamt erreichen die ARD-Sender 52,6 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab zehn Jahren. Die privaten Wellen kommen auf 43,5 Prozent.

Mehr als 70 000 Menschen befragt

Radio gehört auf jeden Fall zum Alltag der allermeisten Deutschen dazu: Täglich schalten insgesamt 57,56 Millionen Menschen (78,3 Prozent) mindestens ein Radioprogramm ein. Dabei bleibt die tägliche Hördauer für das Radio mit 242 Minuten im Durchschnitt der Bevölkerung auf hohem Niveau stabil. Die Gruppe der 30- bis 59-Jährigen sowie die Berufstätigen gehören weiterhin zu den stärksten Nutzern des Hörfunkangebots in Deutschland.

Sender, Werbekunden und Agenturen geben die Media-Analyse mit bundesweiten Interviews in Auftrag. Zur Ermittlung werden mehr als 70 000 Menschen befragt. Die Media Analyse ist die Leitstudie für den deutschen Radiomarkt. Die Ergebnisse aus der repräsentativen Umfrage werden zwei Mal im Jahr veröffentlicht.

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