Auch Bremen Eins erreicht laut Media-Analyse mehr Hörer / Energy Bremen bei Privatsendern vorn Bremen Vier beliebtester Radiosender

Bremen. Das Radio bleibt ein beliebtes Medium: 77 Prozent der Deutschen ab zehn Jahren schalten täglich ein. Sie hören durchschnittlich 245 Minuten.
23.07.2015, 00:00
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Bremen Vier beliebtester Radiosender
Von Felix Frank

Das Radio bleibt ein beliebtes Medium: 77 Prozent der Deutschen ab zehn Jahren schalten täglich ein. Sie hören durchschnittlich 245 Minuten. Das geht aus der am Mittwoch in Frankfurt vorgestellten Media-Analyse hervor. Demnach hat sich der Abstand zwischen ARD-Wellen und Privatsendern auf dem deutschen Radiomarkt verringert. Die öffentlich-rechtlichen Wellen liegen mit 37,49 Millionen Hörern pro Werktag aber weiterhin vor den Privatsendern (31,34 Millionen Hörer).

In Bremen liegen die Programme von Radio Bremen, der kleinsten Landesrundfunkanstalt der ARD, in der Hörergunst weiterhin stabil vorne. Was die Marktanteile betrifft, steht Bremen Eins weiterhin auf Rang eins, gefolgt von Bremen Vier. Bei der Tagesreichweite tauschen die beiden Sender die Plätze. Dort rangiert die junge Welle an der Spitze. Montags bis freitags hören pro Tag 344 000 Menschen im Ausstrahlungsgebiet Bremen Vier. Das bedeutet eine Steigerung der Tagesreichweite von 1,7 Prozentpunkten auf jetzt 12,7 Prozent. Auch Bremen Eins hat zugelegt: Der Sender erreicht montags bis freitags täglich 331 000 Zuhörer und steigerte seine Tagesreichweite damit von 9,7 Prozent bei der vergangenen Media-Analyse im März 2015 auf nun 12,3 Prozent. Jan Weyrauch, Programmdirektor von Radio Bremen, zeigte sich über die wachsende Publikumsgunst für die beiden Wellen erfreut: „Insbesondere im Bremer Umland konnten wir mehr Hörerinnen und Hörer für unsere Programme begeistern.“

Beliebtester Privatsender ist Energy Bremen. Das Format erreichte mit 61 000 Hörern pro Durchschnittsstunde das beste Ergebnis seit Bestehen des Senders. „Wir haben nicht damit gerechnet, die 60 000er Marke zu knacken“, sagte Energy-Bremen-Chefredakteur Mathias Bartels.

Insgesamt ist die Reichweite der deutschen Radiosender im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung gesunken. Dieser Rückgang war allerdings erwartet worden, da die neue Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Media Analyse erstmals die Volkszählung von 2011 berücksichtigt hat. Die Verluste der ARD-Sender (minus drei Prozent) sind dabei größer als die der Privatwellen (minus zwei Prozent).

Für die Media-Analyse wurden 80 000 Telefoninterviews mit deutschsprachigen Bürgern im Alter ab zehn Jahren geführt. Im Land Bremen waren es 1 648 Befragungen. Erstmals wurden auch Mobilfunkanschlüsse angerufen, um die Hörergewohnheiten der Jüngeren präziser zu erfassen. Die Media-Analyse dient als Grundlage für die Programm- und Werbeplanung.

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