Bremens Konjunktur im Frühjahr

Industrie und Logistik kommen zurück in die Spur

Bremens Wirtschaft zeigt zum Frühjahr ein geteiltes Bild. Laut Konjunkturreport der Handelskammer läuft es in Industrie und Logistik top, Hotellerie und Gastronomie prognostiziert, Personal abbauen zu müssen.
30.04.2021, 11:01
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Industrie und Logistik kommen zurück in die Spur
Von Florian Schwiegershausen
Industrie und Logistik kommen zurück in die Spur

Der Absatz bei Daimler hat stärker angezogen als noch vor Monaten erwartet. Die Hotellerie und Gastronomie in Bremen schaut laut aktuellem Konjunkturreport Bremen dagegen düster in die Zukunft.

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In der Wirtschaft im Lande Bremen setzt sich der Trend der vergangenen Monate fort: Während Logistik und Industrie gut zu tun haben, leiden Hotel, Gastronomie und der geschlossene Einzelhandel mehr denn je unter der Pandemie-Situation. Das ist das Fazit des Bremer Konjunkturreports zum Frühjahr. Die Handelskammer Bremen erhebt den Report alle drei Monate. So heißt es darin: „Die Stimmung in der bremischen Wirtschaft zeigt sich zunehmend geteilt. Auf der einen Seite könnten Lage und Ausblick in den direkt vom Lockdown betroffenen Branchen, wie der Hotellerie und Gastronomie, der Kultur- und Freizeitwirtschaft, einigen Teilen des Einzelhandels und weiteren personenbezogenen Dienstleistungen kaum schlechter sein als im Moment. Auf der anderen Seite sorgt insbesondere der anziehende Welthandel für weitere Belebung in Industrie, Logistik und anderen unternehmensbezogenen Dienstleistungen.“

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Allerdings ziehen die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen in allen Wirtschaftsbereichen zusammengenommen an - auch wenn das Niveau weiterhin niedrig bleibe. Das zeigt der gestiegene Konjunkturindikator der Handelskammer. In der Summe liege die Bewertung des laufenden Geschäfts mit dem Wert minus Drei nur noch leicht im negativen Bereich. Im Winterquartal lag der Wert noch bei minus 13.

Deutlich positiver als noch zum Jahreswechsel haben die Unternehmen aus der Industrie, den Verkehrs- und Logistikdienstleistungen und den Sonstigen Dienstleistungen die Situation bewertet. Weiterhin überwiegend gut zeigt sich auch das laufende Geschäft in der Bauwirtschaft. Deutlich verschlechtert zeigt sich dagegen die Geschäftslage im Handel. Dies gilt vor allem für den Einzelhandel, wo auf Grund der Einschränkungen in einigen Bereichen weiterhin kaum Umsatz erwirtschaftet wird. In der Hotellerie und Gastronomie fallen die Bewertungen weiterhin einstimmig schlecht aus. Das werde sich in der Branche auch negativ auf die Personalplanung auswirken, teilten die Unternehmen mit, die sich an der Umfrage beteiligt haben.

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Der Ausblick auf die kommenden Monate lässt alle Betriebe in der Summe allerdings nichts Gutes verheißen. Für positive Geschäftsprognosen seien die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit noch mit zu vielen Unsicherheiten behaftet. Entsprechend sind die Erwartungen in der Summe nach wie vor überwiegend negativ. An der Umfrage haben sich 390 Unternehmen aus Bremen und Bremerhaven quer durch alle Branchen beteiligt.

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