Proteste Ende Juni wahrscheinlich Bremer Banker planen Aktionen

Bremen. Der Bremer Bankenlandschaft droht ein neuer Arbeitskampf: Wie Rainer Martens nun mitteilte, sei zwischen dem 20. und dem 24.
08.06.2016, 00:00
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Bremer Banker planen Aktionen
Von Maren Beneke

Bremen. Der Bremer Bankenlandschaft droht ein neuer Arbeitskampf: Wie Rainer Martens nun mitteilte, sei zwischen dem 20. und dem 24. Juni mit Aktionen zu rechnen. Konkreter wollte er nicht werden. Martens ist Mitglied der Verdi-Verhandlungskommission bei der aktuell laufenden Tarifrunde für die Beschäftigten des deutschen Bankwesens. Weil sich die Arbeitgeberseite aus Sicht der Gewerkschaft nicht auf die Arbeitnehmer zubewegt, ist in der vorletzten Juniwoche nun bundesweit mit Ausständen zu rechnen.

Die erste und die zweite Verhandlungsrunde sind ergebnislos vertagt worden. Die Vertreter von Verdi fordern für die etwa 230 000 Beschäftigten bei den privaten und öffentlichen Banken – in Bremen gehören dazu etwa die Angestellten der Deutschen Bank, der Commerzbank, der Bremer Landesbank und des Bankhauses Neelmeyer – unter anderem eine Gehaltserhöhung von 4,9 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Nach Angaben von Martens haben die Arbeitnehmervertreter diese Forderung mit Verweis auf steigende Kosten durch die Digitalisierung und die Regulatorik abgelehnt. Gleichzeitig stellten sie dem aber auch kein eigenes Angebot entgegen. „Solche Verhandlungen habe ich noch nicht erlebt“, sagte Martens. „Es scheint, als wollten die Arbeitgeber gar keinen Abschluss.“ Seine Sorge: Sollte am dritten Verhandlungstag am 28. Juni keine Einigung erzielt werden, könne es zu einer tariflosen Zeit kommen.

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