Öl Brüderle: Libyen-Krise keine Gefahr für Ölnachschub

Berlin. Trotz der Gewalteskalation in Libyen sieht Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) keine Gefahr für den Ölversorgung in Deutschland. Libyen habe mit rund 7 Prozent einer eher geringen Anteil am deutschen Ölimport.
22.02.2011, 16:10
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Berlin. Trotz der Gewalteskalation in Libyen sieht Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) keine Gefahr für den Ölversorgung in Deutschland. Libyen habe mit rund 7 Prozent einer eher geringen Anteil am deutschen Ölimport.

Das sagte Brüderle am Dienstag in Berlin. "Dass man aber generell in der Region Sorgen haben muss, dass muss man schon fairerweise sagen", betonte Brüderle. Positiv sei aber, dass sich dort eine Freiheitsbewegung auf den Weg gemacht habe, die deutsche und europäische Demokratie-Ideale vertrete.

Deutschland habe für 90 Tage Ölreserven, zudem sei der Weltmarkt hier breit aufgestellt. "Unsere Versorgungssicherheit ist gewährleistet", betonte Brüderle. Ein Problem sei eher, dass es "Preisauftriebtendenzen" gebe. Er glaube aber nicht, dass steigende Energiepreise das Wirtschaftswachstum in Deutschland bremsen könnten.

Der Sprecher für Energiepolitik der Grünen-Fraktion,  Hans-Josef Fell, warnte hingegen vor einer Preisspirale: "Die derzeitige Ölpreisentwicklung auf Grund der Krise in einem relativ kleinen Öllieferstaat wie Libyen zeigt den Druck der Verknappung", sagte Fell. Seit den Unruhen in Afrika sei der Ölpreis um fast 10 US-Dollar pro Barrel gestiegen. (dpa)

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