Verbraucher Bürger schleckten 2021 weniger Eis

Das unbeständige Wetter im vergangenen Jahr hat den Pro-Kopf-Verbrauch sinken lassen. Der Absatz der Speiseeisindustrie sank um 6,9 Prozent.
20.04.2022, 15:36
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Die Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr etwas weniger Speiseeis geschleckt als 2020. Nach einer Schätzung der deutschen Speiseeisindustrie sank der Pro-Kopf-Verbrauch 2021 von 8,2 auf 7,9 Liter.

Diese Menge entspreche rund 113 Kugeln Eis, berichtete die Fachsparte Markeneis im Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie in Bonn.

Hauptgrund für den Rückgang sei das unbeständige Wetter gewesen. „Vor allem in den verregneten Sommermonaten Juli und August haben die deutschen Eis-Liebhaber deutlich weniger Eis geschleckt als in einem normalen Sommer“, hieß es. Die industriellen Speiseeishersteller repräsentieren nach eigenen Angaben mehr als 80 Prozent des gesamten Speiseeismarktes in Deutschland.

Von den 7,9 Litern entfielen insgesamt 1,4 Liter auf Eisdielen-Eis und Softeis. Der Verband Uniteis (Union der italienischen Speiseeishersteller), der knapp 1000 handwerklich arbeitende Eisdielen-Betreiber in Deutschland vertritt, erhebt keine Zahlen zu Mengen und Umsatz.

Der Absatz der Speiseeisindustrie sank um 6,9 Prozent auf 538 Millionen Liter. Der Umsatz ging um 2,4 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zurück. Die Corona-Pandemie habe weiterhin negative Auswirkungen auf den Außer-Haus-Verkauf von Speiseeis gehabt, so die Fachsparte. Der Absatz in der Gastronomie sowie beispielsweise an Tankstellen, Flughäfen, Kiosken oder Freizeitparks habe sich im zweiten Jahr der Corona-Pandemie nur langsam erholt und weiter deutlich unter dem Vorcorona-Niveau gelegen.

„Unter den gegebenen Umständen ist ein Eis-Pro-Kopf-Verbrauch von nur knapp unter acht Litern noch recht ordentlich“, sagte der Geschäftsführer der Fachsparte, Ernst Kammerinke. Für das laufende Jahr sei man vorsichtig optimistisch, was den Konsum angehe. „Wenn das Wetter mitspielt, werden wird auch wieder ein gutes Eisjahr bekommen.“ Allerdings müsse man die Preisentwicklung bei Rohstoffen und Verpackungen im Auge behalten.

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