Umwelt Chronologie: Der Kampf gegen die Ölpest

Berlin. Vor mehr als drei Monaten explodierte die Bohrinsel «Deepwater Horizon», seitdem kämpft der BP-Konzern gegen die Ölpest im Golf von Mexiko. Eine Chronologie:
04.08.2010, 11:20
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Berlin. Vor mehr als drei Monaten explodierte die Bohrinsel «Deepwater Horizon», seitdem kämpft der BP-Konzern gegen die Ölpest im Golf von Mexiko. Eine Chronologie:

20. April: Nach einer Explosion auf der Ölbohrinsel «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko bleiben elf Arbeiter verschollen, 126 können gerettet werden.

22. April: Die brennende Bohrinsel versinkt, in einer Tiefe von 1500 Metern sprudelt Öl ins Meer.

29. April: Die US-Regierung stuft die Ölpest als Katastrophe «von nationaler Bedeutung» ein.

2. Mai: US-Präsident Barack Obama besucht erstmals die Region und nimmt den Konzern in die Pflicht: «BP wird die Rechnung dafür bezahlen.»

20. Mai: Ein Live-Video vom Meeresgrund zeigt, dass mehr Öl austritt als von BP vermutet, Experten sprechen von 70 000 Barrel am Tag.

26. Mai: BP startet mit «Top Kill» den ersten Versuch, die Quelle mit einem Schlammgemisch zu schließen. Das Verfahren scheitert.

28. Mai: Obama kündigt bei seinem zweiten Besuch an, die Zahl der Helfer zu verdreifachen. Etwa 240 Kilometer der Küste sind verseucht, in einem Viertel des Golfs darf nicht mehr gefischt werden.

4. Juni: Während des dritten Obama-Besuchs platzieren Ingenieure eine kleine Glocke über dem Leck. Mit ihr kann allerdings nur ein kleiner Teil des Öls aufgefangen werden, 40 000 Barrel pro Tag fließen weiter ins Meer.

8. Juni: Obama sagt in einem Interview, stünde es in seiner Macht, hätte er BP-Chef Tony Hayward «schon längst gefeuert».

15. Juni: Vierter Besuch von Obama, der erneut BP die Verantwortung zuweist.

23. Juni: Wegen technischer Probleme muss BP das Auffangen des Öls erneut unterbrechen. Zwei Helfer kommen ums Leben.

13. Juli: BP stülpt einen 68 Tonnen schweren Zylinder über die Quelle. Zwei Tage später ist sie komplett verschlossen. Parallel arbeitet der Konzern an einem Nebenzugang zum Hauptbohrloch.

21. Juli: Um die Schäden bezahlen zu können, verkauft BP für sieben Milliarden Dollar (5,5 Mrd. Euro) Öl- und Gasfelder in den USA, Kanada und Ägypten.

27. Juli: BP-Vorstandschef Tony Hayward tritt zum 1. Oktober zurück, seine Nachfolge übernimmt der Amerikaner Bob Dudley.

4. August: BP meldet den Erfolg der Operation "Static Kill" (dpa)

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