Kommentar über die Aktienmärkte

Contenance

An der Wall Street herrscht Ausnahmezustand, doch Kleinanleger sollten sich von den Verwerfungen an den Aktienmärkten nicht aus der Ruhe bringen lassen, meint Philipp Jaklin.
06.02.2018, 20:46
Lesedauer: 1 Min
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Contenance
Von Philipp Jaklin
Contenance

Symbolbild. International geht es mit den Aktienkursen bergab. Da hilft nur eines: Ruhe bewahren.

dpa

An den internationalen Finanzmärkten konnte man in den vergangenen zwei Jahren manchmal den Eindruck gewinnen, dass die Aktienkurse nur eine Richtung kennen: nach oben. Und klar, in der Weltwirtschaft stehen die Zeichen seit einiger Zeit beständig auf Wachstum. Doch ökonomische Realitäten haben die Investoren ja noch nie übermäßig interessiert. So gesehen ist der Einbruch an den Börsen eine Rückkehr zur Normalität. Denn es ist eben nicht normal, dass der amerikanische Dow-Jones-Index zuletzt mehr als 400 Handelstage lang keine deutliche Korrektur mehr erlebte.

Plötzlich gerät die Aussicht auf wieder steigende Zinsen in den Fokus der Börsianer. Wie gut die Wirtschaft das Ende einer so langen Niedrigzinsphase verkraften wird, ist tatsächlich noch nicht abzusehen. Deswegen jetzt aber aus Aktien zu fliehen, wäre unsinnig – zumal für Kleinanleger. Nach wie vor deutet alles darauf hin, dass diese Anlageform auch 2018 sehr attraktiv bleiben wird. Die Unternehmen haben volle Auftragsbücher, größere Verwerfungen durch Donald Trumps Politik oder den Brexit sind bislang nicht erkennbar. Liegen die Nerven auch blank, hilft jetzt nur eines: Ruhe bewahren.

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