Zu den Corona-Krediten der KfW

Mit heißer Nadel

Die Konditionen bei den Corona-Krediten der KfW, um den Unternehmen zu helfen, könnten besser sein. Florian Schwiegershausen kommentiert, was das Problem ist und was den Betrieben derzeit besser hilft.
02.04.2020, 08:08
Lesedauer: 1 Min
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Mit heißer Nadel
Von Florian Schwiegershausen
Mit heißer Nadel

Innerhalb von fünf Jahren sollen die Betriebe den Kredit zurückzahlen.

Frank Rumpenhorst

Innerhalb von zwei Wochen haben das Bundeswirtschaftsministerium und die staatliche Förderbank KfW ein Kreditprogramm aus dem Boden gestampft, das den Unternehmen zur Überbrückung der Corona-Folgen helfen soll.

Wenn der Staat ein Interesse an der Inanspruchnahme hat, fragt man sich, warum man der KfW eine Bereitstellungsprovision zahlen soll. Es macht den Eindruck, dass man es den Unternehmern nicht zu einfach machen wollte, um in den Genuss dieses Kredites zu kommen. Innerhalb von fünf Jahren sollen die Betriebe den Kredit zurückzahlen.

Hier und an anderen Punkten macht es den Anschein, dass das Programm mit zu heißer Nadel gestrickt wurde. Längst rumort es, und die kommenden Tage wird wohl noch nachgebessert. Das muss auch dringend so sein. Gut ist auch, dass die zuständigen Hausbanken das genauso sehen.

Was den Betrieben viel mehr hilft, um liquide zu bleiben, ist die Stundung der Krankenkassenbeiträge. Und die aktuellen Zahlen von der AOK Bremen/Bremerhaven und der Bremer HKK zeigen, dass die Unternehmen davon rege Gebrauch machen. Das ist gut so. Aber auch hier gilt: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

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