Auto Daimler-Chef sagt Mitarbeitern "Danke"

Stuttgart. Daimler-Chef Dieter Zetsche sagt nach der Krise "Danke" und lässt seine Mitarbeiter am Aufschwung teilhaben. "Wir werden mit Sicherheit in Rechnung stellen, dass die Mitarbeiter einen signifikanten Beitrag geleistet haben, dass wir letztlich stärker aus der Krise hervorgegangen sind".
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Stuttgart. Daimler-Chef Dieter Zetsche sagt nach der Krise "Danke" und lässt seine Mitarbeiter am Aufschwung teilhaben. "Wir werden mit Sicherheit in Rechnung stellen, dass die Mitarbeiter einen signifikanten Beitrag geleistet haben, dass wir letztlich stärker aus der Krise hervorgegangen sind".

Das sagte der Konzernlenker in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. "Es zeichnet sich ab, dass sich ein signifikanter Erfolg und damit auch eine signifikante Erfolgsbeteiligung ableiten lässt." Von dem Bonus, dessen Höhe Anfang nächsten Jahres feststehen soll, profitieren rund 130 000 Beschäftigte in Deutschland.

Am Montag kündigte der Premiumhersteller zudem an, wie erwartet die Entgelterhöhung für seine 120 000 Tarifbeschäftigten vorzuziehen. Betriebsratschef Erich Klemm betonte: "Die Belegschaft hat durch Verzicht und enormen Einsatz einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, die schwierigen Zeiten gut zu bewältigen." Wie mehrere andere hunderttausend Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie können sich die Daimler-Beschäftigten damit von 1. Februar 2011 an über 2,7 Prozent mehr Geld freuen - zwei Monate früher als ursprünglich geplant. Zuvor hatten diesen Schritt bereits Unternehmen wie Bosch, Porsche, Audi und Siemens angekündigt.

2009 hatte die Daimler-Belegschaft wegen eines Milliardenverlusts keine klassische Ergebnisbeteiligung, sondern eine Sonderzahlung von 500 Euro bekommen. Über die bisher höchste Prämie von 3750 Euro durften sich die Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2007 freuen.

Zetsche sagte der dpa: "Das Geschäft läuft gut. Der Oktober hat neuerlich sehr erfreuliche Absatzzahlen mit sich gebracht, der November lief ebenfalls gut. Insofern sind alle Zeichen positiv." Es gebe zwar bremsende Faktoren wie die Rohstoff- oder Wechselkursentwicklung. "Aber insgesamt gesehen sind wir sehr zufrieden mit der Geschäftsentwicklung. Insofern kann ich unsere Prognose in vollem Umfang bestätigen."

Einen operativen Gewinn von sieben Milliarden Euro wollen die Schwaben in diesem Jahr einfahren. Im Krisenjahr 2009 stand noch ein Verlust von minus 1,5 Milliarden Euro in den Büchern. Doch trotz der positiven Geschäftsentwicklung ist ein Ausbau der Beschäftigtenzahl derzeit bei Daimler kein Thema. Der Kostendruck bleibe hoch. Weltweit arbeiten bei Daimler derzeit etwa 256 000 Menschen, davon rund 163 000 in Deutschland.

China bleibt für den Manager der Wachstumsmarkt der Zukunft. "Wir prognostizieren, dass wir im Jahr 2015 über 300 000 Autos in China verkaufen werden. Die Zahl liegt eher noch an der unteren als der oberen Kante der möglichen Entwicklung." Künftig will der Autobauer 70 Prozent der Fahrzeuge für den chinesischen Markt vor Ort produzieren und den Rest importieren. Bisher ist das umgekehrt. Aus diesem Grund solle bis 2015 die Kapazität in China auf über 200 000 Einheiten aufgestockt werden.

In China wollen die Stuttgarter künftig neben der C- und E-Klasse zwei oder drei weitere Modelle produzieren. "Die Bandbreite geht von der Nachfolgegeneration der A- und B-Klasse über Geländewagen bis hin zu den Limousinen. Aber wir werden das nicht alles industrialisieren." Die abschließende Entscheidung, für welche Baureihen sich der Premiumhersteller entscheiden werde, sei noch offen, erklärte Zetsche.

Der Daimler-Lenker räumte ein, dass er gerne früher als ab 2013 einen neuen Kleinwagen mit dem Partner Renault gesehen hätte. "Wenn wir den Partner früher gefunden hätten, wäre es schön gewesen, ein Jahr früher mit dem Smart-Nachfolger auf den Markt zu kommen", sagte Zetsche. Auch bei den Kompaktwagen will Daimler künftig mehr Gas geben und bis 2013 vier Modelle auf den Markt bringen. "Wir werden erheblich mehr Fahrzeuge verkaufen und die Rentabilität deutlich verbessern können gegenüber der heutigen Situation." (dpa)

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