Stuttgart/Bremen

Daimler verdoppelt Gewinn

Stuttgart·Bremen. Neue Modelle und die in den vergangenen Jahren angestoßenen Sparmaßnahmen haben Daimler im ersten Quartal zu einem Gewinnsprung verholfen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte gegenüber dem Vorjahr um fast zwei Drittel auf 2,9 Milliarden Euro zu, wie der Konzern am Dienstag in Stuttgart mitteilte.
29.04.2015, 00:00
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Neue Modelle und die in den vergangenen Jahren angestoßenen Sparmaßnahmen haben Daimler im ersten Quartal zu einem Gewinnsprung verholfen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte gegenüber dem Vorjahr um fast zwei Drittel auf 2,9 Milliarden Euro zu, wie der Konzern am Dienstag in Stuttgart mitteilte.

Wachstumsstrategie, Produktoffensiven und Effizienzprogramme zahlten sich aus, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche. Er soll nächstes Jahr einen neuen Vertrag bekommen und das Dax-Unternehmen dann bis 2019 steuern. Unterm Strich blieb für den Konzern mit gut zwei Milliarden Euro fast doppelt so viel Gewinn wie im Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 34,2 Milliarden Euro.

Der Anstieg im Ergebnis war überwiegend auf die gut laufenden Geschäfte in der Pkw-Sparte zurückzuführen. Mit fast 460 000 verkauften Autos in den ersten drei Monaten des Jahres hat Daimler einen Rekordabsatz eingefahren. Gefragt waren unter anderem Kompaktmodelle sowie sportliche Geländewagen. Im März konnte die Hausmarke Mercedes-Benz sogar den Rivalen Audi hinter sich lassen und war im ersten Quartal schneller gewachsen als die Volkswagen-Tochter und der Oberklasse-Primus BMW.

Andreas Kellermann, Leiter des Mercedes-Benz-Werks in Bremen, erklärte, der „Rekordabsatz“ sei nicht zuletzt dem Erfolg der C-Klasse zu verdanken, was wiederum für das Werk Bremen als Kompetenzzentrum dieser Baureihe spreche. Kellermann: „Der Erfolg spiegelt das tägliche Engagement unserer Bremer Mannschaft wider. Jetzt schauen wir dem Anlauf des neuen GLC entgegen, der als Nachfolger des erfolgreichen GLK ebenfalls hier in Bremen produziert wird und Mitte des Jahres seine Weltpremiere feiert.“

Die Entwicklung des weltweiten Pkw-Markts sieht man beim Daimler-Konzern allerdings mit etwas weniger Optimismus. Statt der bisher erwarteten vier Prozent Plus weltweit wird für 2015 nur noch mit drei Prozent gerechnet. Auch im Lkw-Geschäft stellt sich Daimler auf schwierigere Marktbedingungen ein. Vor allem die Rahmenbedingungen in Lateinamerika hätten die Geschäfte im ersten Quartal merklich belastet, so das Unternehmen. Gleichzeitig allerdings trieb die Nachfrage in Nordamerika gepaart mit dem starken Dollar die Umsätze im Lkw-Geschäft. Über das Jahr gesehen rechnet der Konzern mit positiven Währungseffekten von einer Milliarde Euro.

Über den Kunden Kühne + Nagel konnte Mercedes-Benz aktuell einen neuen Großauftrag an Land ziehen: Der weltweit tätige Logistikdienstleister hat insgesamt rund 240 Lkw für den Fern- und Verteilerverkehr bei Daimler bestellt. Die Fahrzeuge werden im Mercedes-Werk Wörth produziert und in Frankreich bei Kühne + Nagel Road S.A.S. eingesetzt. Die Lkw sollen bis Juni dieses Jahres ausgeliefert werden, teilte Daimler am Dienstag mit. Für Kühne + Nagel ist es den Angaben zufolge der größte Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte.

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