Kommentar über ein Recht auf Homeoffice

Das regelt sich

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat ein Recht auf Homeoffice ins Spiel gebracht. Warum die Bundesregierung dies lieber den Unternehmen überlassen sollte, kommentiert Florian Schwiegershausen.
03.08.2020, 05:00
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Das regelt sich
Von Florian Schwiegershausen
Das regelt sich

In Zukunft ein Recht auf Homeoffice? Diesen Schritt hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ins Spiel gebracht.

Sebastian Gollnow /dpa

Sowohl die Umfrage der Krankenkasse DAK als auch der Blick in Unternehmen in Bremen und umzu zeigt, dass die Beschäftigten mehrheitlich positive Erfahrungen mit dem Homeoffice gemacht haben - und das, obwohl viele von ihnen sich daheim noch um die Beschulung ihrer Kinder kümmern mussten.

Bremer Unternehmen sagen, dass sie auch in Zukunft auf das Homeoffice setzen werden. Gleichzeitig sehen sie aber, dass das Homeoffice nicht das Büro ersetzen wird. Es wird vielleicht dazu führen, dass man das Büro und die Aufgaben, die ein Büro zu erfüllen hat, anders definieren wird.

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Vom Recht auf Homeoffice, das von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ins Spiel gebracht wurde, sollte die Bundesregierung aber die Finger lassen. Denn im Kampf um Fachkräfte werden viele Unternehmen von sich aus Regelungen zum Homeoffice treffen, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein. Außerdem würde ein solches Recht jene übervorteilen, bei denen Homeoffice nicht möglich ist – wie beispielsweise Ärzte, Pflegepersonal, Kfz-Mechaniker oder auch Verkäufer.

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