Börse in Frankfurt Dax vor US-Jobbericht leicht im Minus

Frankfurt/Main (dpa) - Vor dem US-Arbeitsmarktbericht haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt zurückgehalten. Der Leitindex Dax fiel am Freitag um 0,24 Prozent auf 15.214,23 Punkte.
08.10.2021, 10:30
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa

Der Dax erlebte zwar in dieser Woche turbulente Tage mit einem zwischenzeitlichem Rutsch bis fast auf das Mai-Tief von 14.816 Punkten. Auf Wochensicht deutet sich aber ein moderates Plus an.

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte notierte 0,10 Prozent im Minus bei 33 471,66 Punkten. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone fiel ebenfalls leicht.

Nach dem durchwachsenen jüngsten US-Arbeitsmarktbericht rechneten die Börsianer diesmal mit einer stärkeren Erholung. Bei einem starken Arbeitsmarktbericht könnte die US-Notenbank erwartungsgemäß ihre Pandemie-Notkäufe von Staatsanleihen zur Konjunkturstützung reduzieren.

Das «Gespenst der US-Zahlungsunfähigkeit» sei zwar vertrieben, hieß es. Allerdings nur bis zur Vorweihnachtszeit. Damit habe die US-Schuldengrenze das Potenzial, eine Jahresendrally an den Börsen frühzeitig zu ersticken oder gar komplett zu verhindern.

Unter den Einzelwerten stehen zum Wochenschluss unter anderem Immobilienunternehmen im Blick. Der Dax-Konzern Vonovia könnte vor dem Einstieg bei dem in schweres Fahrwasser geratenen Branchenkollegen Adler Group stehen. Vonovia hat das Recht, über die nächsten 18 Monate einen Anteil von 13,3 Prozent an Adler zum Preis von 14 Euro je Aktie zu erwerben. Allerdings will sich Vonovia die Zeit nehmen, den Immobilienbestand erst einmal genau zu prüfen.

Die Aktien von Adler waren am Mittwoch um ein Viertel auf 10 Euro eingebrochen, nachdem der Shortseller Viceroy schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen erhoben hatte. Adler wies diese später zurück. An diesem Freitag nun zogen die Papiere der Adler Group um fast 12 Prozent auf 12,91 Euro an und waren damit mit Abstand der Favorit im Nebenwerteindex SDax. Die Anteilsscheine von Vonovia bewegten sich kaum vom Fleck.

An der Dax-Spitze zogen die Papiere von Daimler um fast drei Prozent an. Die Schweizer Großbank UBS empfahl die Anteilsscheine zum Kauf. Analyst Patrick Hummel rechnet mit einer Erholung der Produktion des Autobauers, die aktuell noch von der Chipkrise betroffen ist. Das könnte 2022 zu einem Rekordjahr für Mercedes-Benz machen.

Ein positiver Analystenkommentar verlieh auch den Papieren von Ströer Schub. Die Anteilsscheine stiegen um gut drei Prozent und belegten damit den ersten Platz im MDax, nachdem sich die britische Investmentbank Barclays positiv zu den Aktien des Werbevermarkters geäußert hatte.

© dpa-infocom, dpa:211008-99-525183/2

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